AFG bietet Zehntklässlern zum ersten Mal einen Berufsvorbereitungstag an

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Nachgestelltes Bewerbungsgespräch: Lorina Knop (15) und Fabian Schwenk (15) stellten sich bei Volksbank-Personalchefin Edith Klein und Philipp Gärtner aus der Marketingsabteilung vor.

Werne - Wie man sich richtig für einen Ausbildungsplatz bewirbt und beim neuen Chef Eindruck hinterlässt, lernten 90 Schülerinnen und Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums am Dienstag beim Berufsvorbereitungstag, den die Schule für alle Zehntklässler zum ersten Mal durchführte.

„Kein Abschluss ohne Anschluss“ – dieses Programm der Landesregierung war Anlass für das städtische Gymnasium, bei der Berufsvorbereitung neue Wege zu gehen und die bisherigen Angebote zu bündeln und zu erweitern. Bevor die Schüler Ende März ein Praktikum in einen Betrieb absolvieren, lernten sie am Dienstag, wie man sich theoretisch aufs Berufsleben vorbereitet.

Richtigen Studiengang finden

Und das fängt zunächst einmal damit an, dass man den richtigen Beruf bzw. Studiengang überhaupt für sich entdeckt. Hilfestellung gibt die Arbeitsagentur, deren Berater Michael Jakob regelmäßiger Gast im Anne-Frank-Gymnasium ist. Er berät Eltern und Schüler und hilft ihnen bei der Auswahl eines geeigneten Studiengangs. Denn die Erfahrung zeigt, dass der Großteil der Schüler der 10. Klassen nach dem Abitur ein Studium anstrebt. Am Dienstag traf sich Jakob mit den Schülern im Informatikraum, wo er ihnen die wichtigsten Informationsquellen im Internet vorstellte. Unter www.arbeitsagentur.de finde man eine Datenbank über die vielfältigen Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten in Deutschland, sagte Jakob.

„Bisher sind wir mit den Schülern ins Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur gefahren“, berichtet Lehrer Marius Gregg, Studien- und Berufswahlkoordinator der Schule. Die Bündelung von mehreren Aktionen an einem Tag in der Schule sei aber wesentlich effektiver. Beim zweiten Baustein des Tages lernten die Schülerinnen und Schüler dann den nächsten Schritt kennen: Das richtige Bewerben.

Das Bewerbungsschreiben

Sachkundige Referenten waren Claudia Hoell und Daniel Voggenauer von der Barmer GEK, die den Schülern deutlich machten, wie wichtig eine gute schriftliche Bewerbung und ein solides Auftreten bei Vorstellungsgesprächen sind. Allein bei der Barmer, so erfuhren die Schüler, würden sich pro Jahr 800 junge Leute für einen Ausbildungsplatz bewerben. Von diesen 800 würden 400 schon aufgrund der schriftlichen Bewerbung aussortiert. 80 gingen im weiteren Verfahren schließlich zum Einstellungstest, 20 würden zu Vorstellungsgesprächen eingeladen und fünf bis sieben am Ende eingestellt.

Das Vorstellungsgespräch

Wie es richtig geht, übten die Schüler deshalb mit den Experten, so etwa beim nachgespielten Vorstellungsgespräch. Das selbe Thema, aber andere Referenten: Im Raum nebenan übten die Personalchefin der Volksbank Kamen-Werne, Edith Klein, sowie Bankkauffrau Nadine Hewig und Philipp Gärtner aus der Abteilung Marketing und Öffentlichkeitsarbeit der Bank mit den Schülern. Philipp Gärtner diente durchaus als gutes Beispiel, denn der 26-Jährige hat selbst das Abitur am Anne-Frank-Gymnasium gemacht und danach eine Ausbildung zum Bankkaufmann absolviert. Nun stand er ausgerechnet in dem Raum als Referent vor den Schülern, in dem er seine schriftlichen Abiturprüfungen abgelegt hatte.

Koordinator Marius Gregg und Schulleiter Heinz Joachim Auferoth waren mit dem Verlauf des Tages zufrieden. „Unser Ziel ist, dass kein Schüler die Schule verlässt, ohne eine Orientierung zu haben“, sagte Auferoth. Die intensive Berufsvorbereitung helfe dabei.

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