Aktionstag am 8. September

Tag des offenen Denkmals: Zurück in die Goldenen Zwanziger

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Ralf Bülte, Petra Göbel und Michael Seifert hoffen, mit ihrer informativ-kulturellen Reise in die 20er-Jahre in diesem Jahr wieder viele Leute für die Denkmalpflege begeistern zu können.

Werne - Breitensport, Bubikopf und Bauhaus: Zum Tag des offenen Denkmals am 8. September versetzt sich Werne dieses Jahr zurück in die Goldenen Zwanziger.

„Wir sind insgesamt zum 22. Mal mit dabei und sehen den Anlass als Gelegenheit, mehr Menschen für Denkmäler und deren Pflege zu begeistern“, sagt die Denkmalschutzbeauftragte der Stadt Petra Göbel.

Dazu stellen sie und ihr Team auch in diesem Jahr wieder ein buntes Programm zu Kunst, Architektur und Zeitgeist auf die Beine – und das nicht nur für Erwachsene. „Zu einem echten Renner unter den Kindern hat sich unsere alljährliche Geisterjagd entwickelt“, erzählt Göbel. 

Vier historische Persönlichkeiten dabei

Vier historische Persönlichkeiten würden am Tag des offenen Denkmals zwischen der Steinstraße 14 und dem Stadtmuseum ihr Unwesen treiben und den Kindern beim Ausknobeln ihres Denkmal-Quizbogens helfen. „2018 war zum Beispiel der Geist vom Brückenheiligen Nepomuk zu Gast.“ 

Wer jetzt aus dem Jenseits nach Werne zurückkehre, bleibe vorerst noch geheim. Nicht weniger spannend wird es am 8. September für die Großen. „Die Schulze-Bispings stellen uns freundlicherweise ihr Erdgeschoss zur Verfügung. Dort – an der Steinstraße 14 – steht nämlich eines der wenigen Bauhaus-Gebäude Wernes“, kündigt Planungsdezernent Ralf Bülte an. 

Ehemaliges Café im Blickpunkt

Zum Tag des offenen Denkmals wolle man das ehemalige Café Schulze Bisping mit neuem Leben füllen – inklusive Kaffee- und Kuchenverkauf durch die Abiturienten des AFG. Sie steuern außerdem eine Poster-Präsentation über die 20er zum Programm bei. „Außerdem gibt es Musik und ein kleiner Film wird ebenfalls im Café gezeigt“, so Göbel. Vor dem Kaffeetrinken – zu Beginn der Veranstaltung um 14 Uhr – ist zunächst ein informativer Teil vorm Gebäude geplant. Dr. Anke Schwarze spricht dann in einem Vortrag über Bauhaus-Elemente in Werne sowie das Architekten-Duo Theodor Wenning und Otto Wehmeyer, die der neuen Formensprache in ihren Entwürfen für die Steinstraße aufgeschlossen begegneten. 

Im Anschluss geht es weiter nach St. Christophorus. Dort stehen der Kirchenmaler Heinrich Repke und sein Werk zur Kreuzigung Jesu aus dem Jahr 1926 im Zentrum der Aufmerksamkeit – inklusive originaler Großformat-Skizzen, die Dr. Constanze Döhrer aus den Archiven des Stadtmuseums hervorgezaubert hat. „Sie werden am 8. September zum ersten Mal überhaupt öffentlich ausgelegt“, betont Göbel. Grund genug für Döhrer und Pfarrdechant Jürgen Schäfer, an diesem Tag einige Worte über den 1962 verstorbenen Künstler und sein Gemälde zu sagen. 

Danach macht der Denkmal-Zug Rast im Café. Göbel: „Und wer dann noch Lust auf Kultur hat, kann um 17 Uhr zum Konzert mit Christian (Klarinette) und Daniel (Orgel) Wolf in der Christophorus-Kirche vorbeischauen.“ Das Kinderprogramm finde während der gesamten Zeit (14 bis 17 Uhr) parallel statt. Bis auf den Kuchen seien alle Angebote kostenlos. 

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