Stimmungsvolle Atmosphäre auf Kirchplatz

„Liebevoll gemacht“: Besucher loben Werner Weihnachtsmarkt

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Die Weihnachtsshow mit Björn van Andel war am Samstagabend einmal mehr ein Höhepunkt des Weihnachtsmarktes auf dem Kirchplatz.

Werne - Der Werner Weihnachtsmarkt braucht keinen Rekordbaum wie Dortmund oder ein Schloss wie Cappenberg: An seinen letzten beiden Tagen zog der Traditionsmarkt wieder viele Menschen in die historische Innenstadt. Die Besucher ließen sich das Finale nicht verregnen.

David Ruschenbaum vom Stadtmarketing weiß, wo die Stärken seines Markts liegen: „Wir haben es hier schön, klein und gemütlich.“ 

Weihnachtsmarkt Werne 

Mit seinem Fokus auf der familienfreundlichen und beschaulichen Atmosphäre setzt der Werner Markt einen Kontrapunkt zur weihnachtlichen Eventisierung. Die Idee kommt an: „Es ist liebevoll gemacht, nicht so voll und sehr familiär – hier kann man mal entspannen“, urteilten Daniela und Christoph Berka aus Lünen. Sie schlenderten am Samstag mit ihren beiden kleinen Töchtern über den St. Christophorus-Kirchplatz. Ruschenbaums Fazit zur 39. Ausgabe ist grundsätzlich positiv – nur das Wetter sei mitunter ärgerlich für die Marktbeschicker gewesen: „Ein, zwei sagten, letztes Jahr lief es besser.“ 

Mehr Kauf- als Schaulust gewünscht

22 Händler bezogen auf dem Kirchplatz Stellung, ihre Zahl steigt tendenziell. Über eine künftige Vergrößerung wird zumindest nachgedacht. Feedback holen sich Ruschenbaum und sein Team am Marktende von den Beschickern ab, Besucher können über eine Online-Umfrage auf der Stadt-Website ihre Meinung kundtun. Manch ein Händler hätte sich ein kaufwilligeres Publikum gewünscht. Christa Kaiser aus Dortmund sah viele nur an dem Holzdekoration- und Lampen-Angebot vorbeilaufen. Kaiser unterstützte ihrer Tochter Sonja Vernholz beim Verkauf der Ware: „Ich helfe beim Basteln im Keller und auch hier!“ Das Gespann machte in dieser Saison erstmals in Werne Station. Besonders beliebt waren hier ihre kleinen Holzengel. 

Waffelbacken lockt Menschen an

Ebenfalls neu dabei: das „Showcooking“ von Nicole Reinhardt. Die Autorin des Kochbuchs „#Topfmodel“ buk am Samstagnachmittag mit ihrem Verleger, dem selbst ernannten „Back-Newbie“ Magnus See, Lütticher Waffeln auf der Marktbühne. See war mit der Idee auf Ruschenbaum zugegangen, der nahm sie gern ins Programm auf. Während Reinhardt Hand anlegte und praktische Tipps anbrachte, las See ausgewählte Passagen aus dem Buch der Wahl-Wernerin vor. Im Verlauf der Waffel-Zubereitung suchten die Zuschauer noch bei den neuen Unterstellkrippen Schutz vor Wind und Nieselregen, kamen aber schnell zur Bühne vor, als es ans Probieren ging. Dann hatte die Wetterlage doch noch Konsequenzen: Wegen Sturmwarnungen fiel der „Literarische Adventskalender“ aus, wie See mitteilte. 

Bühnenprogramm mit bewährten Klassikern

Die Programmhighlights am Abend konnte das Wetter aber nicht durchkreuzen: Zwar wurde der Regen stärker, dennoch füllte und füllte sich der Kirchplatz. Der Grund: Als nächstes stand der Lippstädter Kinderliedermacher Simon Horn alias „herrH“ mit seinem „Endlich Winter!“-Konzert auf dem Plan. Der Kinder-Superstar – bekannt aus dem Kika, von YouTube und seinen Deutschland-Tours – macht seit Jahren auf dem Werner Weihnachtsmarkt Halt. Im Anschluss an seinen Auftritt konnten sich die jungen Fans im Pfarrheim St. Johannes Autogramme abholen. Wer nicht mehr zur Kinderlieder-Zielgruppe gehört, kam am Samstag ab 19 Uhr auf seine Kosten: Björn van Andel wartete an seiner weißen Wersi-Orgel auf sein Stammpublikum. Der Ein-Mann-Unterhalter kommt – immer zum Finale – seit einem Vierteljahrhundert nach Werne. Ruschenbaum: „Ein Weihnachtsmarkt ohne ihn ist unvorstellbar!“ Spätestens beim ersten E-Orgel-Ton des ersten Weihnachtsklassikers war kein Fußbreit mehr Platz vor der Bühne und die Gastronomie brummte. 

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