Weihbischof zu Gast in den Gemeinden

Stellten das Visitationsprogramm des Weihbischofs vor: (v.li.) Claus Themann (Pfarrer der Großgemeinde St. Ludger in Selm), Weihbischof Dieter Geerlings, Heiner Innig (Dechant des Dekanates Werne und Pfarrer der Gemeinde Seliger Nikolaus Groß), Clemens Kreiss (Pfarrer der Großgemeinde St. Marien in Lünen) - Foto: Malaschewski

WERNE/LÜNEN -  „Wie geht es dir eigentlich?“ Eine scheinbar triviale Frage, die jedoch Nähe schafft und Aufschluss über das persönliche Wohlbefinden geben kann. Im Rahmen seiner Visitation ist Weihbischof Dieter Geerlings in die Gemeinden der Region gekommen, um den Menschen genau diese Frage zu stellen.

In einem Gespräch im Pfarrhaus St. Marien in Lünen mit Claus Themann (Pfarrer der Großgemeinde St. Ludger in Selm), Heiner Innig (Dechant des Dekanates Werne und Pfarrer der Gemeinde Seliger Nikolaus Groß in Werne) und Clemens Kreiss ( Pfarrer der Großgemeinde St. Marien in Lünen), erläuterte Geerlings, welches Ziel sein Besuch hat.

Breit gefächert und mit allen ihren Facetten möchte Geerlings mit den Menschen beispielsweise aus Seelsorgeteams, karitativen Einrichtungen und Kindergärten über deren Arbeit sprechen. Dazu gehöre auch die Nachbearbeitung der fusionierten Großgemeinden in Lünen, Werne und Selm. „Die Fusionen laufen nicht ohne Schwierigkeiten ab. Es ist auch schwer, die Fusionen an einzelnen Stellen umzusetzen“, so Geerlings. Dem stimmte auch Themann zu, der sich für die kirchliche Arbeit mehr Begleitung wünschen würde.

Ebenfalls vor dem Hintergrund der sich wandelnden Arbeits- und Lebensbedingungen und der schwindenden Industrie im Raum Lünen, weiß Geerlings, dass auch die Kirche sich auf Dauer wandeln muss. „Wir bauen immer mehr ab. Das betrifft nicht nur die Kirche, aber auch andere Institutionen der Gesellschaft“, so Geerlings. Dabei sei die Frage, inwiefern sich die ständig wechselnden Lebensbedingungen auf das Glaubensleben auswirken. Wichtig sei, dass die Kirche darauf reagiere und Stellung beziehe. So hoffe man auf einen konstruktiven Austausch und neue Ideen, die der Weibischof ins Bistum Münster mitnehmen könne.

In den Lüner Gemeinden hat sich Geerlings bereits ein Bild gemacht. So sei beispielsweise die Zusammenarbeit des Seelsorgeteams sehr erfreulich und besonders zu würdigen.

VNoch bis zum 21.März wird Geerlings die Gemeinden in Werne und Selm aufsuchen. So werden zum einen die Hauptamtlichen, Gremien und Pfarrgemeinderäte besucht, aber auch beispielsweise am 4. Februar um 19 Uhr die Feuerwehrwache in Selm und am 5. Februar um 15 Uhr das Altenwohnhaus St.Josef. „In der Freiwilligen Feuerwehr ist es schwer; Ehrenamtliche zu bekommen“, so Geerlings, der in seinen Gesprächen mit den Mitgliedern des Löschzuges herausfinden möchte, wie man die Menschen dafür begeistern könnte. „Der Weihbischof trifft sich mit den Menschen, ohne dass die Vorstände ihn beobachten und dabei sind“, erzählt Innig und erklärt, dass der Weihbischof punktuelle Visitationen in den Gemeinden geplant hat. Der direkte Kontakt der Menschen in ihren verschiedenen Arbeitsgebieten stehe im Mittelpunkt. So könne der Bischof die Vielfalt der Arbeitsbereiche der Kirche ungefiltert wahrnehmen. An welchen Terminen Geerlings in Werne zu Gast sein wird, will Pfarrer Heiner Innig noch bekanntgeben. - bm

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