Schon der zweite Brandmeldealarm in der ersten Betriebswoche

Wegen Nähe zum Dampfstollen: Brandmelder ruft Feuerwehr ins Solebad

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Rauchmelder

Werne - Es lag wohl an der zu geringen Entfernung eines Brandmelders zum Dampfstollen im Solebad, dass ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst am Ostersonntag ins neue Bad gerufen wurde. 

Rauchwarnmelder sind in NRW seit Ende 2016 Pflicht in allen Privathaushalten. Sie warnen Bewohner durch eine integrierte Alarmfunktion vor gefährlicher Rauchentwicklung in ihrem Zuhause, je nach Modell auch bei starker Temperaturentwicklung. Ganz ähnlich funktionieren auch die Brandmeldeanlagen, die in öffentlichen Einrichtungen zum Einsatz kommen. Schlagen sie aus, werden umgehend automatisch die Leitstellen in Alarm gesetzt. Im Werner Solebad hat eine solche Anlage in der ersten Betriebswoche nun gleich zwei Mal ein großes Aufgebot an Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ins Bad geführt, ohne dass ein Eingreifen erforderlich gewesen wäre.

Von einem „Fehlalarm“ könne man indes nicht sprechen, erläuterte Brandoberinspektor Dr. Bodo Bernsdorf auf WA-Anfrage. Schließlich habe das Gerät technisch einwandfrei funktioniert. Der Grund für das Ausschlagen der Brandmeldeanlage am Ostersonntag sei wohl deren Installationsnähe zum Dampfstollen des Solebads.

21 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit vier Fahrzeugen sowie Rettungsdienst und Polizei mit je einem Einsatzfahrzeug waren am Ostersonntag gegen 13 Uhr am Solebad präsent. Badbesucher, Anwohner und Passanten, die das große Aufgebot an Einsatzkräften vor dem Solebad gesehen hatten, kamen aber mit einem leichten Schrecken davon – wie zuvor bereits am Dienstagabend gegen 21.30 Uhr.

„In beiden Fällen waren die Brandmelder vermutlich durch ungünstige Konstellationen oder Einstellungen aufgelaufen“, schildert Bernsdorf seine Eindrücke. Am Dienstagabend seien zwei Melder durch den Dampf aus Reinigungsarbeiten im Küchenbereich ausgelöst worden, am Ostersonntag war es ein Melder, der in etwa zwei Meter Nähe zur Tür des „Dampfstollens“ installiert ist. Der etwa 80 Grad Celsius heiße Dampf des Dampfbades habe den Brandmelder vermutlich ausgelöst, als die Tür etwas länger als gewöhnlich aufstand.

Beide Einsätze waren nach der Kontrolle der Einsatzstelle zügig beendet. Die Feuerwehr stellte die Brandmeldeanlage zurück.

Zum nun ungetrübten Dampfsaunieren wurde der Melder zunächst abgeschaltet, bis eine Fachfirma die Situation überprüft.

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