Wegen Corona geschlossen

Im Solebad alles auf Stand-by: Außenbecken kühlt auf 15 Grad ab

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Die Zahl der Badegäste war in den zurückliegenden Tagen stark zurückgegangen.

Werne – Das Werner Solebad ist seit Montag bis auf Weiteres geschlossen. Die Folgen der Corona-Krise hat es aber auch schon vorher zu spüren bekommen. „Die Besucherzahlen waren auf ein Viertel zurückgegangen“, berichtet Badleiter Jürgen Thöne im WA-Gespräch.

Die Zeit der Schließung wolle man zunächst für eine gründliche Reinigung nutzen, zudem würden notwendige Revisionsarbeiten vorgezogen, sagt Thöne.

Am letzten Öffnungstag wurden gerade einmal 360 Badegäste gezählt. „Normalerweise haben wir sonntags im Schnitt 1 400“, sagt Thöne. Auch der Samstag sei kaum anders verlaufen. An den Besucherzahlen sei abzulesen, wie stark das Coronavirus die Menschen verunsichere, wobei Schwimmbäder in Sachen Desinfektion sehr hohe Standards hätten.

Mitarbeiter ständig vor Ort

Welche Auswirkungen die Schließung auf die Einsatzplanung der Beschäftigten hat, könne er noch nicht sagen, betont Thöne. Zunächst sei das komplette knapp 30-köpfige Team an Bord; die Dienstpläne müssten aber umgeschrieben werden. Wie andere Unternehmen auch, erkundige man sich in den nächsten Tagen, welche staatliche Unterstützung es bei einer längeren Außerbetriebnahme gebe. 

„Ich gehe davon aus, dass wir mit Sicherheit nicht vor den Osterferien wieder öffnen“, sagt Thöne. Danach werde man die Lage wohl von Woche zu Woche neu bewerten müssen. „In jedem Fall freue ich mich auf den Tag, an dem wir wieder durchstarten können.“ Bis dahin seien in jedem Fall immer Mitarbeiter vor Ort: „Man kann so eine Anlage ja nicht die ganze Zeit alleine lassen.“

Blick auf die Energiekosten 

Ein wichtiges Thema in der Phase der Schließung ist laut Thöne die Einsparung von Energiekosten. Dazu würden die Wassertemperaturen reduziert und die Lüftung gedrosselt. Das Solewasser im Außenbereich fällt von den üblichen 33 auf 15 Grad. Im Gebäude werden die Becken auf 20 Grad gehalten, wobei die Raumtemperatur nur leicht höher sein wird. Die Sole können binnen maximal drei Tagen wieder auf Betriebstemperatur gebracht werden, erläutert Thöne.

Für die Schließung des Solebads zeigt Thöne großes Verständnis. Zurzeit gebe es eben etwas Wichtigeres, als solch ein Angebot aufrecht zu erhalten. Als Arbeitgeber habe man auch auf das Wohlergehen der Beschäftigten zu achten.

Aktuelles zur Corona-Krise im Kreis Unna lesen Sie hier.

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