Einzelne Wand kann nicht stehen bleiben

Wall soll nach Abriss der Fürstenhofhalle für Lärmschutz sorgen

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Die Fürstenhofhalle neben der Skateranlage wird im Herbst abgerissen. Ein Erdwall soll danach für einen ausreichenden Lärmschutz sorgen.

Werne – Es war eine kluge Idee, aber sie lässt sich nicht realisieren: Beim geplanten Abriss der Fürstenhof-Turnhalle sollte eine Wand des Gebäudes stehen bleiben – aus Gründen des Lärmschutzes. Doch daraus wird nun nichts.

Laut Frank Adamietz sprechen statische Gründe gegen das Vorhaben. Die Anwohner an der Straße Fürstenhof sollen nun mit einem Wall vor den Emissionen geschützt werden, die von der Skateranlage hinterm Juwel ausgehen. Er soll nach dem Abriss angelegt werden. 

Der Rückbau der Halle selbst ist für den Herbst geplant. „Wir erstellen gerade den Leistungskatalog für die Ausschreibung“, erläutert Adamietz. Die Fürstenhofhalle ist bereits seit Monaten außer Betrieb. Sie wird aufgegeben, weil sie sanierungsbedürftig ist und nach Fertigstellung der Doppel-Turnhalle am Berufkolleg gemäß Turnhallenbedarfsplan auch nicht mehr gebraucht wird. 

Skater-Halle in Werne: Pläne zunächst auf Eis gelegt

Doch so lange sie steht, erfüllt sie den Zweck, dass die Fürstenhof-Anwohner ungestört sind, wenn der Nachwuchs auf dem Skateboard steht, um Kunststückchen mit dem Brett zu vollbringen. Mit der Prüfung der Frage, ob die östliche Gebäudewand der Halle einfach stehen bleiben kann, war eigens ein Statiker beauftragt worden. 

Zusammen mit dem Lärmgutachten, das erstellt wird, kostet der gesamte Abriss rund 175.000 Euro. Das Geld wurde mittlerweile in den Wirtschaftsplan des Kommunalbetriebs eingestellt. Er ist Eigentümer des Gebäudes. Das durch den Abriss frei werdende Areal steht als städtebauliche Entwicklungsfläche zur Verfügung. 

Das Planungsamt ist aufgerufen, ein Gesamtkonzept fürs Karree Münsterstraße, Bahnhofstraße und Fürstenhof zu entwickeln.

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