Bund würdigt Einsatz

Vorreiter für Sicherheit auf der Straße: RCS und Stadt verbreiten den Abbiegeassistenten

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Mit dem Monitor über dem Außenspiegel hat der Fahrer beim Rechtsabbiegen durch Kameraunterstützung zugleich auch den toten Winkel im Blick. Andreas Löcke, Werkstattleiter auf dem Werner Bauhof, demonstriert den Abbiegeassistenten, den er auf zunächst drei Fahrzeugen der Stadt installiert hat.

Werne – Es ist so schnell passiert. Einmal nicht ganz so gut aufgepasst beim Rechtsabbiegen und schon sind Passanten oder Radfahrer in Gefahr. „Toter Winkel“ sagt man, weil der Blick so weit nicht reicht. Aber es gibt technische Hilfen – und bei der flächendeckenden Einführung Vorreiter in Werne: die Stadt und den Entsorger RCS. Dafür gab’s Dank aus Berlin.

Bei der Einführung von Abbiegeassistenten sind die Stadt Werne und das Unternehmen Sicherheitspartner des Bundesverkehrsministeriums geworden. Im Übrigen, nachdem der WA über die Aufrüstung der Flotten berichtet hat, wie RCS-Chefin Adelheid Hauschopp-Francke berichtet. Der Online-Bericht ploppte dank Suchmaschine im Ministerium auf. Darauf folgte die Anfrage, ob man in der Partner-Kampagne für nicht gemeinsame Sache machen könnte.

Klar. Also verpflichteten sich die Werner, noch vor der ab 2022 schrittweise verpflichtenden Einführung des Assistenten dem Ganzen allgemein Vorschub zu leisten und mit gutem Beispiel voranzugehen. Das hätte Hausschopp-Francke und Bürgermeister Lothar Christ sogar einen Fototermin mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer bescheren sollen, aber in Coronazeiten läuft’s halt anders. 

Hoffnung auf Nachahmer

Also hat Ministerialrat Jörg Stephan die Urkunde samt Aufklebern für die Verbreitung der Idee in ein Kuvert gesteckt und zugeschickt. So kann Werkstattleiter Andreas Löcke am bauhof in der Hoffnung auf Nachahmer die drei städtischen Lkw kennzeichnen, die er schon mit dem Kamerasystem für je 2 650 Euro das Stück ausgerüstet hat. Bei RCS ist der gesamte Fuhrpark mit 30 Lastern vollständig umgerüstet. Das ist mal eine Hausnummer, wird aber auch gefördert.

Löcke zeigte, wie’s funktioniert: Sobald der Blinkerhebel bewegt wird, liefert der Monitor in der Blickachse zum Spiegel ein Bild längs des Fahrzeugs, Auch das Einlegen des Rückwärtsgangs schaltet das System ein – dann mit der Heckkamera.

Bei Neubeschaffungen kommen nur noch Fahrzeuge mit dem „Assi“ in Frage. Der Bestand soll schrittweise aufgerüstet werden.

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