Nach dem coronabedingten Light-Programm

VHS in Werne startet in neues Semester - inklusive Online-Kursen

VHS-Leiter Michael Hahn, Dr. Andrea Martin und Regina Ruß (r.) stellten das neue Programm der VHS in Werne vor.
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VHS-Leiter Michael Hahn, Dr. Andrea Martin und Regina Ruß (r.) stellten das neue Programm der VHS in Werne vor.

Die Volkshochschule (VHS) in Werne startet nach dem coronabedingten Light-Programm im Sommer bald ins neue Semester. Allerdings gilt es, einige Herausforderungen zu meistern.

Insgesamt 119 abgebrochene Kurse plus 20, mit denen man gar nicht erst starten konnte - das ist, wenn man so will, die „Corona-Bilanz“ der VHS in Werne. Auch die Bildungseinrichtung an der Bahnhofstraße machte im Zuge des Shutdowns die Schotten dicht. Und auch heute noch dürfen Besucher des Alten Amtsgerichts, in dem neben der VHS unter anderem das Jugendamt der Stadt sitzt, das Gebäude nur nach Anmeldung und mit Maske betreten.

Das laufende Sommerprogramm wurde zwangsweise drastisch eingedampft - auf 27 Kurse mit 200 Teilnehmern. Zum Ende August beginnenden neuen Semester soll die Sache wieder anders aussehen. Und wer in den Prospekt oder auf die Homepage der VHS schaut, könnte fast schon auf den Gedanken kommen, die Pandemie wäre vorbei.

VHS kehrt nicht ganz zurück zu alter Stärke

Denn die insgesamt 157 Kurse, 2600 Unterrichtseinheiten und 68 Dozenten klingen ja zunächst mal nach einem üppigen Programm. Tatsächlich ist es weitaus weniger umfangreich als im vergangenen Semester. Da umfasste es ursprünglich noch 203 Kurse und 3358 Unterrichtseinheiten.

Auch die Nachfrage scheint noch eher verhalten, wie VHS-Leiter Michael Hahn mit Blick auf die Anmeldezahlen feststellt: „Aber wir bleiben trotzdem optimistisch, so schwer die Situation auch ist.“ Gerade bei Menschen aus Risikogruppen sei die Skepsis nachvollziehbar etwas größer.

Man müsse jetzt eben kreativ sein und Lösungen finden - so wie man es teils in den vergangenen Wochen bereits praktiziert hat, betont Hahn. Konkret bedeutet das fürs kommende Semester teilweise eine Reduzierung der Teilnehmerzahlen, vor allem in den Bewegungskursen um Yoga und Co..

Vieles ist zudem von den örtlichen Gegebenheiten abhängig. In den beiden Schulungsräumen der VHS soll ein spezieller Sitzplan dafür sorgen, auf den Mindestabstand von eineinhalb Metern verzichten zu können - ähnlich wie es auch in Restaurants der Fall ist. Die Personendaten werden für eine eventuelle Rückverfolgung der Infektionsketten ohnehin erfasst.

Neue Veranstaltungsorte und mehr Online-Kurse

Einige Veranstaltungsorte wie das Christophorus-Krankenhaus fallen weg, andere kommen hinzu - etwa der neue Bürgersaal des Stadtmuseums. Zudem will die VHS ihr Angebot an Online-Kursen erweitern - wenngleich Hahns Stellvertreterin Regina Ruß sagt: „Die Präsenzkurse bleiben unser Kernstück.“

Schon im abgespeckten Sommerprogramm fanden einige Sprachkurse als Online-Seminare statt, Vorträge wurden in Form von Webinaren gehalten. Für das neue Semester ist die „Schreibwerkstatt“ fest als Online-Angebot eingeplant. Insbesondere bei einem Großteil der Sprachkurse wollen die Dozenten an den Stand anknüpfen, auf dem die Teilnehmer vor der Pandemie-Unterbrechung waren.

Das neue Programm

Das Programmheft der VHS liegt unter anderem im Alten Amtsgericht an der Bahnhofstraße aus und kann zudem auf der Internetseite der Volkshochschule abgerufen werden unter www.vhs-werne.de. Die Angebote gelten unter Vorbehalt, da nicht absehbar ist, wie sich die Pandemie entwickelt und ob es in diesem Zuge gegebenenfalls wieder zu einer Verschärfung von Sicherheitsmaßnahmen kommt.

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