Busbucht und Elternhaltestelle

Die Verkehrsanbindung der neuen Wiehagenschule steht 

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Mit dieser älteren Skizze aus dem Verkehrsentwicklungsplan macht der KBW das Konzept für die neue Wiehagenschule deutlich. In der Pufferzone entsteht die Busbucht, wie sie in der Zeichnung unten dargestellt ist, mit einem Wetterschutz neben dem Schultor und einem verkehrsberuhigten Übergang in dem Parallelstrang der Stockumer Straße. Der wäre über einen Kreisel besser zu erschließen. Vor der Schule wird Tempo 30 angeordnet und die Fußgängerampel erneuert. Elternhaltestellen sind am Stollenweg (unten) vor der Puffezone und im Ostring geplant. Darauf verweisen roter Kreis und Pfeil, die Plätze sind nicht dort geplant, wo sie abgebildet sind.

Werne - Mit einem Kreisverkehr anstelle der Kreuzung Stockumer Straße/Ostring wäre der (Verkehrs-)Knoten vor der neuen Wiehagenschule durchschlagen. Solang die Verkehrsbelastung nicht steigt, wird dieser nicht gebaut. Busbucht und Elternhaltestelle: Andere Maßnahmen sollen die Situation entschärfen.

Solange die Belastung auf der Landstraße 507 (Stockumer Straße) mit aktuell 10 000 Fahrzeugen täglich nicht deutlich steigt und die Stadt Werne nicht freiwillig bezahlen, baut Straßen.NRW den Kreisverkehr nicht. Also wird mit dem Bau der Busbucht in der abgetrennten Parallelfahrbahn vor dem Neubau und „Elternhaltestellen“ daran gearbeitet, die Situation zu entschärfen. Dafür hat der Rat gerade außerplanmäßig 269 000 Euro locker gemacht, weil bei dem Fokus auf den mit zehn Millionen Euro gedeckelten Schulneubau schlicht aus dem Blick geraten ist, wie Bürgermeister Lothar Christ kürzlich einräumte, dass vor dem Schulhof auch noch verkehrliche Dinge zu erledigen sind. Und das wohlgemerkt, obwohl an gleicher Stellemehr als 100 Jahre Schüler an der ehemaligen Weihbachschule ein und aus gingen. 

Parallelfahrbahn bereitet Kopfzerbrechen

Unter den heutigen Verkehrsbedingungen besteht die Krux darin, dass neben der L 507 zwischen den abgebundenen Enden an Breielstraße und Ostring vor der Schule die abgetrennte alte Stockumer Straße verläuft und als Zufahrt der Häuser östlich der Schule dient. Nun muss ein Stück zur Landstraße geöffnet werden, damit die Schulbusse etwa in Höhe der Turnhalle eine Haltebucht ansteuern können, ohne den laufenden Verkehr zu behindern. 

Die neue Bucht schneidet den Rad- und Fußweg, die Schüler müssen beim Ein- und Ausstieg die Parallelfahrbahn überqueren. Mit einer Einengung, Schwellen und auffälliger Pflasterung und Markierung will die Stadt diese 114 Meter Straße, auf der sich ab der Einmündung Stettiner Straße alle tummeln werden, nun sicher gestalten. 

Das ist der Plan für die Bushaltestelle der neuen Wiehagenschule und die Gestaltung des Übergangs auf der Parallelfahrbahn. Zur Orientierung: Das „Kästchen“ oben ist die Turnhalle.


Zudem wird die Fußgängerampel an der Stockumer Straße durch eine neue mit barrierefreier Führung ersetzt und dort vor der Schule Tempo 30 mit Schildern und Piktogrammen ausgewiesen. 

Die Erfahrung zeigt, dass Verkehrsprobleme vor Schulen zum großen Teil hausgemacht sind, weil viele Eltern ihre Kinder, den Mahnungen zum Trotz, mit dem Auto bis vors Tor chauffieren. Mit 12 bis 15 eigens dafür ausgewiesenen Parkplätzen fürs Holen und Bringen sollen die Taxi-Mamas im Umfeld der Schule auf Distanz gehalten werden.

"Mit Beschilderung flexibel reagieren" 

Das Konzept ist mit der Schule abgestimmt und sieht Elternhaltestellen an der Ecke Stockumer Straße/Ostring, am Ostring nahe Am Weihbach und im Stollenweg vor. „Wir sind da auf Erfahrungswerte angewiesen und können mit der Beschilderung flexibel reagieren“, erläuterte Adrian Kersting vom Kommunalbetrieb Werne. 

Zudem würden auf der Breielstraße zwei Plätze ausgewiesen, um Kinder ein- und aussteigen zu lassen. Und zwar in der Nähe des Fußweges, der über den Eschenweg und Am Weihbach zur Schule führt. Damit der genutzt wird, lässt die Stadt über Innogy die Laternenköpfe dort erneuern. 

Kersting gibt nun die Ausführungsplanung für die Busbucht in Auftrag und bereitet die Ausschreibung vor. Wenn nichts dazwischen komme, könne im Februar begonnen werden, sagte er und schätzte die Bauzeit auf zwei bis drei Monate. In der Ausschreibung wird der KBW die Option dafür schaffen, dass diese Arbeiten mit dem parallel zu vergebenen Bau der Außenanlagen auch aus einer Hand erledigt werden können. Vor Beginn der Sommerferien 2019 soll die Schule komplett fertig sein.

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