Sondersitzung des Stadtrats am Mittwoch

Chancen auf Fortbestand: Verein bekundet Interesse am Lehrschwimmbecken

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Werne – Der zweite Versuch der CDU, das Stockumer Lehrschwimmbecken mit Fördermitteln von Bund und Land dauerhaft zu erhalten, hat womöglich größere Chancen als der erste. Der Grund: Es gibt zumindest einen Verein, der offenbar ernsthaft daran interessiert ist, die Schwimmstätte im Falle des Fortbestandes mit zu nutzen und sich auch an den Betriebskosten zu beteiligen.

Mit diesem Verein hatte Frank Gründken, Leiter des städtischen Bäderbetriebs, ein erstes Gespräch geführt. „Ein sehr konstruktives“, wie er auf WA-Anfrage mitteilte. So hätten deren Vertreter detailliert schildern können, in welchem Umfang sie das Lehrschwimmbecken nutzen würden, falls es wieder zur Verfügung stünde, und welche finanziellen Mittel sie dafür aufwenden könnten. 

Bei dem Verein handelt es sich dem Vernehmen nach um den „Gesundheit und Fitness 1999 e.V.“, der derzeit Kurse am Krankenhaus in Bockum-Hövel anbietet. Neben ihm hätten nach aktuellem Stand mittlerweile sechs weitere Vereine und Gruppen offiziell Interesse an einer Nutzung des Lehrschwimmbeckens formuliert, so Gründken, allerdings seien diese Bekundungen noch deutlich weniger konkret. Aus Werne sei keine Gruppe dabei. 

In der Sondersitzung des Stadtrats am Mittwoch, 11. September, ab 17.30 Uhr im Alten Rathaus wird neuerlich über die Idee der CDU abgestimmt, das im Juli außer Betrieb genommene Lehrschwimmbecken mit Zuschüssen aus dem Investitionspaket „Soziale Integration im Quartier“ zu sanieren. 

Im Dezember, bei der ersten Abstimmung, war dieser Vorschlag eingebettet in einen Antrag zum dauerhaften Erhalt des Beckens. Dieser wurde damals abgelehnt. Die Ratsmehrheit hatte argumentiert, dass das Becken nicht mehr benötigt werde, weil alle Schulen und Sportler ausreichend Schwimmzeiten im neuen Solebad bekämen. 

Weiterer Knackpunkt waren die Betriebskosten, die sich laut Bäderbetrieb auf jährlich zwischen 110 000 und 120 000 Euro summieren. Sie könnten aber womöglich in Teilen aufgefangen werden, wenn die Schwimmstätte auch für andere Nutzer geöffnet wird. Über das Investitionspaket lassen sich laut CDU 90 Prozent der mehr als eine Million Euro an Sanierungskosten refinanzieren. Ein Antrag müsste bis Ende September gestellt werden, daher wurde die Sondersitzung des Stadtrats anberaumt.

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