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Veranstaltungen in Werne: Politik und Stadtmarketing wollen Kalender entzerren

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Von: Felix Püschner

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Werne Marketing-Geschäftsführer Lars Werkmeister will auf Probleme beim Veranstaltungskalender reagieren
Werne Marketing-Geschäftsführer Lars Werkmeister will auf Probleme beim Veranstaltungskalender reagieren © Stadt Werne/Bernd Warnecke

Viele Events konnten in Werne nach coronabedingter Zwangspause wieder stattfinden. Der Politik ist der Veranstaltungskalender allerdings zu sehr gedrängt. Das Stadtmarketing will reagieren.

Werne - Zwei Jahre lang fielen auch in Werne zahlreiche Veranstaltungen der Coronapandemie zum Opfer. Inzwischen ist das nicht mehr so. Die meisten Menschen dürften sich allmählich wieder an volle Straßen und Plätze gewöhnt haben. Der prall gefüllte Veranstaltungskalender der Lippestadt hat nun jedoch sowohl der Politik als auch dem Stadtmarketing zu denken gegeben. Und das hängt keineswegs mit der Pandemie zusammen.

„Nach den Ferien hat an jedem Wochenende etwas stattgefunden. Das war viel zu drubbelig. Wir sollten darauf achten, dass so etwas nicht passiert“, erklärte Uta Leisentritt (CDU) in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Kultur, Partnerschaften, Stadtmarketing und Brauchtumspflege – und begann aufzuzählen: Blaulichtsommer, Sportmeile, Reitturnier, Straßenfestival, Flohmarkt, Familienfest…

Zu viele Termine überschneiden sich in Werne

Was an sich nach toller Unterhaltung klingt, ist zugleich problematisch. Der Grund: Teilweise nehmen sich die Veranstaltungen gegenseitig die Besucher weg. „Das hat man beim Reitturnier gemerkt. Das kann problematisch werden“, so Leisentritt weiter. Vorausgegangen war ihren Aussagen ein Bericht von Lars Werkmeister.

Der Geschäftsführer der Werne Marketing GmbH hatte erklärt, wie sich die Stadt das Veranstaltungsmanagement zukünftig vorstellt. Denn auch beim Stadtmarketing hat man gemerkt, dass zuletzt einiges suboptimal gelaufen ist. „Beim Straßenfestival hatten wir Überschneidungen mit mehreren Terminen, auch mit der Freilichtbühne“, so Werkmeister. Darum wolle man in Zukunft einen anderen Weg gehen, um Termine besser organisieren beziehungsweise koordinieren zu können.

Demnach werde das Stadtmarketing künftig alle Veranstalter gezielt aufrufen, sich rechtzeitig zu melden. Konkret bedeutet das: Um den Terminkalender für 2023 erstellen zu können, sollen Veranstalter sich bis zum 30. September 2022 per Mail an das Stadtmarketing wenden (stadtmarketing@werne.de).

Die Termine werden dann als Entwurf in den Kalender eingepflegt. Dieser wird den Veranstaltern anschließend zurück übersandt, damit diese die Möglichkeit haben, sich untereinander abzustimmen. Die endgültige Terminierung ist für Ende Oktober geplant.

Eine Garantie, dass man dadurch Überschneidungen vermeidet, gebe es allerdings nicht, so Werkmeister. Klar sei zudem, dass man nicht jede Veranstaltung beliebig verschieben könne.

Rolf Weißner (CDU) regte in der Ausschusssitzung an, „Mut für die Sommerferien zu zeigen“. Die CDU richte beispielsweise regelmäßig zu dieser Zeit ihr Weinfest aus und das sei stets gut besucht. Weißner: „Nicht alle Leute fahren sechs Wochen in den Urlaub. Die Sommerferien sind für Veranstaltungen also kein Tabu-Zeitraum.“

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