Ungewollter Weckdienst

Manchmal kommt es vor, dass es nach dem endlich abgeschlossenen Studium wieder zurück zur Familie geht. So ist es auch meiner Kollegin ergangen. Eigentlich auch kein Problem.

Es ist schön, morgens zusammen zu frühstücken, die Geschwister sind am Wochenende da, und der neue Arbeitsplatz ist auch gut zu erreichen. Alles wäre rosig, wenn es da nur nicht eine Marotte der lieben Mama geben würde. Aus Angst, dass das Kind – wie in der Schulzeit üblich – den Wecker überhört, übernimmt die Mutter einen zusätzlichen Weckdienst. Allerdings passiert dies mit einem sehr deutlichen und schon etwas schrillen: „Bist du schon wach? Dein Wecker klingelt gleich.“ Erschrocken öffnet meine Kollegin die Augen, und die Ohren versuchen, die aufgeregten Worte zu verarbeiten. Habe ich verschlafen? Von der Tür prasseln weiterhin ununterbrochen Satzfetzen herüber. Irgendwann dämmert es ihr: Der Wecker klingelt gleich. Der Blick auf diesen offenbart: 30 Minuten Schlaf wären noch möglich gewesen. Eine eigene Wohnung muss für meine Kollegin doch einfach dringend wieder her.

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