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Ungewohnte Szenen: Dutzende Kapuziner spazieren durch Werne

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Von: Felix Püschner

Bei einer Stadtführung sammelten die Patres Eindrücke von Werne.
Bei einer Stadtführung sammelten die Patres Eindrücke von Werne. © Felix Püschner

Dass Kapuziner durch Werne spazieren, ist an sich ja nichts Ungewöhnliches. Es gibt hier schließlich ein Kloster. Am Donnerstag waren es aber gleich Dutzende Patres. Und das hatte einen besonderen Grund.

Werne - Nanu, was ist denn hier los? Ungefähr das dürfte sich manch ein Bürger beim Spaziergang durch die Werner Altstadt am Donnerstagnachmittag (30. September) gedacht haben, als ihm große Gruppen von Kapuzinern entgegenkamen. Stimmte vielleicht etwas mit dem Kloster nicht und sie alle sind herbeigeeilt, um kräftig mit anzupacken? Oder gab es womöglich einen Sensationsfund, der die Brüder von nah und fern angelockt hat?

Nein, nichts von beidem war der Fall. Mit dem Kloster ist - spätestens seit der Renovierung der Kirche - alles in bester Ordnung. Und es wurde auch keine neue Reliquie bei Ausgrabungen gefunden. Die Brüder hatten Werne im Zuge ihres mehrtägigen Aufenthalts in Münster einen Besuch abgestattet.

60 Kapuzinerbrüder sind beim Mattenkapitel in Münster

Dort findet derzeit ein Mattenkapitel statt, eine mehrtägige spirituelle Zusammenkunft, die einst von Franz von Assisi eingeführt worden war. Ihre Bezeichnung hat die Zusammenkunft einem ungemütlichen Umstand zu verdanken: Zu Zeiten des Ordensbegründers - also Ende des 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts - übernachteten die Brüder vorwiegend auf Strohmatten. Passend zu einem der Gelübde, das den Verzicht auf Luxus und Co. beinhaltet.

Für einige Ordensbrüder war der Besuch des Werner Klosters quasi eine Rückkehr zu den Wurzeln. Der Grund: Es diente einst als Noviziatskloster, in dem manch einer seine Ausbildung absolvierte. Am Donnerstag begrüßte Guardian Pater Romuald Hülsken die Mitbrüder in Werne, berichtete ihnen unter anderem von der Klosterrenovierung. Anschließend stand eine Stadtführung auf dem Programm.

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