Sicherheit an Rosenmontag im Blick: Ordnungsamt, Polizei und IWK justieren nach

Mit Sicherheit dabei: Stephanie Müller (von links), hatte als neue Wachleiterin an Rosenmontag ‘18 Premiere und machte sich mit Ordnungsamtsleiterin Kordula Mertens und weiteren Kollegen ein Bild. Das Einsatzszenario 2019 ist abgestimmt.

Werne - Mit einer veränderten Aufstellung am Markt und früherem Ende des dortigen Party-Angebots wollen die Ordnungskräfte mit der Interessengemeinschaft Werne Karneval (IWK) dafür sorgen, dass der Besuch des Rosenmontagszuges ein närrisches Vergnügen bleibt. Vorfälle wie im vergangenen Jahr sollen sich nicht wiederholen.

Weil im Vorjahr am Rande der Menge vor dem Alten Rathaus am frühen Abend unter betrunkenen jungen Leuten (16 bis 21 Jahre) die Fäuste geflogen sind, haben die Verantwortlichen am Donnerstag mit Ordnungsamtsleiterin Kordula Mertens erörtert, was sie über das Sicherheitskonzept dafür tun können, dass sich derlei Auswüchse nicht wiederholen. 

„Wir prüfen eine veränderte Aufstellung der Bühne, damit wir weniger dunkle Ecken haben und werden die Schank- und Imbissstände eine Stunde früher um 19 Uhr schließen“, berichtete Mertens. Auch der DJ werde spätestens dann die Musikanlage abschalten, falls er nicht wetterbedingt ohnehin schon vorher aufhöre, wie mehrfach geschehen. Dann geht’s in den Kneipen weiter. 

Rosenmontag ist es immer richtig voll auf Wernes Marktplatz.

„Die Schrägaufstellung der Bühne verdeckt die Zugänge zur Marktgasse und den Hinterhof daneben“, erläuterte Mertens. Dort war es im Vorjahr zu der Schlägerei gekommen, die in der angeheizten Menge buchstäblich Feierwütiger zu eskalieren drohte. „Wir prüfen, die Bühne gerade vors Rathaus oder seitlich vor Kroes aufzustellen. Ansonsten werden die dunklen Ecken abgesperrt und ausgeleuchtet“, so Mertens.

Start des Umzuges wie gewohnt um 14.11 Uhr

„Rosenmontag in Werne ist eigentlich eine schöne Sache und wir kümmern uns darum, dass dies so bleibt. Ich denke, dass die Geschichte im vergangenen Jahr eine Ausnahme bleibt“, betonte die Amtsleiterin. „Wenn die Stunde weniger für die Polizei von Vorteil ist, haben wir kein Problem damit“, sagte IWK-Präsident Michael Holtmann. Die plötzliche Wucht des Gewaltausbruchs, den es hier so noch nicht gab, habe die Karnevalisten erschreckt. Zwar würden bei der Bewirtung am Markt wichtige Einnahmen zur Finanzierung des Zuges erzielt. Um 19 Uhr denZapfhahn hochzudrehen, sei aber zu verkraften.

Der Zug soll wie gewohnt um 14.11 Uhr am Hagen starten, auf bewährter Strecke zwei Runden drehen und gegen 16.30 Uhr enden. Die Straßenparty geht weiter, birgt aber dort Risiken, wo Narren teils schon seit Stunden gebechert haben. Dabei haben die Ordnungskräfte die Jüngeren im Blick.

Schulen halten an unterrichtsfrei fest 

Das Schulamt ist bei den weiterführenden Schulen mit der Bitte vorstellig geworden, den Rosenmontag, und teils noch Nelkendienstag, nicht mehr als unterrichtsfreien Brauchtumstag zu führen, weil Schüler bis mittags „beschäftigt“ wären und nicht zum „Vorglühen“ kämen. Doch dem folgten die Schulkonferenzen nicht. Ohnehin wird es weiter Jugendschutzkontrollen geben. Zudem hat das Jugendamt sein Präventionskonzept insgesamt neu ausgerichtet.

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