Timo Büscher regiert die Kinderschützen im Nierstenholz

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Timo Büscher holte sich mit dem 549. Schuss die Königswürde. Gemeinsam mit Viktoria Laarmann-Quante regiert er das Kindervolk im Nierstenholz.

Werne - Timo Büscher ist neuer Kinderschützenkönig des Schützenvereins „Am Nierstenholz“. Selbst zwei spontane Regenpausen und ein zäher Styroporvogel konnten den Siebenjährigen am Samstag nicht aufhalten.

Mit Schuss Nummer 549 brachte er das Tier zu Fall und setzte sich damit gegen sieben Konkurrenten durch, darunter auch der am Samstag noch amtierende Kinderschützenkönig Ben Meier. Auch nach der offiziellen Krönung konnte Timo sein Glück noch gar nicht richtig fassen. „Irgendwie ging auf einmal alles ganz schnell. Es fühlt sich aber gut an, König zu sein“, erzählte er. Gefeiert wurde der Schüler wie ein Großer – mit Parade, Orden, Glückwünschen und einem riesigen Kranz, unter dem er fast verschwand. An seine Seite wählte sich der frischgebackene König Viktoria Laarmann-Quante (9), die ihre große Schwester somit als Königin ablöste.

Hüpfburg und Parcours sorgen für Unterhaltung

Ihre Krone musste Franziska Laarmann-Quante (10) am Samstag zwar abgeben, dafür durfte sie ihren Adelsstand als Mitglied von Timos kleinem Hofstaat behalten. Mika Kretschmann, Marie Schürmann und Laura Verfürth vervollständigen den neuen Hofstaat. Der ehemalige Kinderschützenkönig Ben Meier ist nun vorerst wieder ein Bürgerlicher. Dabei hatte er seine Krone zunächst tapfer gegen die anderen Schützen verteidigt. „Ich will gerne Kaiser werden“, verriet er über seine Motivation, sich vier Stunden lang immer wieder in die Warteschlange vor dem Schießstand einzureihen. Mal um Mal nahm er das Gewehr von Schießwart Winfried Vorbeck entgegen. Am Ende konnte sich Ben aber keine Insignie oder gar den Kaisertitel sichern. Marie Schürmann schoss in diesem Jahr die Krone vom Haupt des Vogels, Timo Büscher brachte den Apfel zu Fall und Laura Verfürth das Zepter.

„Da hat unser Vogelbauer André Rotert ganze Arbeit geleistet – das Tier ist dieses Mal ziemlich zäh“, bestätigte auch der erste Vorsitzende Stephan Laarmann-Quante. Die gute Stimmung blieb am Samstag trotzdem ungebrochen. Erschöpfte Jungschützen konnten sich an der Kuchentheke, am Pommeswagen oder mit Kaltgetränken stärken. „Und Kinder, die keine Lust auf das eigentliche Schießen haben, dürfen sich auf der Hüpfburg austoben und unseren Parcours testen“, sagte der zweite Vorsitzende Thomas Ogonek. Ob Vier Gewinnt, das klassische Torwandschießen oder Geschicklichkeitsspiele – Langeweile musste niemand haben.

Für musikalische Unterhaltung sorgte der Spielmannszug aus Stockum. „Den haben wir uns heute mal ausgeliehen“, sagte Ogonek. Am Sonntag gingen die Feierlichkeiten mit einem Familiennachmittag weiter.

Oktoberfest am 30. September

Und auch nach diesem Wochenende ist es für den Schützenverein „Am Nierstenholz“ noch nicht vorbei mit der Feierlaune. Als nächstes steht das Oktoberfest im Gasthaus „Mutter Stuff“ an. Ab 20 Uhr heißt es dort am Samstag, 30. September, „O’zapft is“. Dirndl oder Tracht sind dabei zwar erwünscht, aber keine Pflicht. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist für alle frei.

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