Bundesradsporttreffen - Strampeln für guten Zweck

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Christian Symalla (l.) – hier mit Marcel Piechota vom Ausrichter RSC Werne – hofft auf viele Unterstützer, bevor er zusammen mit einer Begleiterin auf die Strecke geht. Je mehr Kilometer die beiden Hobby-Radler schaffen, desto mehr Geld kommt am Ende zusammen.

WERNE - Mit Start der Online-Anmeldung am 1. April beginnt der Countdown für das Bundesradsporttreffen vom 26. Juli bis 2. August in Werne. Einer der ersten auf der Liste ist Christian Symalla. DerHobby-Radler will die Maximal-Distanz von 908 Kilometer zurücklegen – als sportliche Herausforderung und Spendensammlung.

Mit dem Geld soll unter anderem das an der Familienbildungsstätte Werne angesiedelte Wellcome-Projekt unterstützt werden.

Die Benefiz-Aktion von Christian Symalla und Dr. Regine Ecker können Interessierte unter anderem durch eine Spendenzahlung pro Kilometer unterstützen – von einem Cent bis zu einem Euro und darüber hinaus. Ein entsprechender Vordruck kann online unter www.sattelfest.rewe-symalla.de heruntergeladen, ausgefüllt und dann gemailt oder gefaxt werden. Auch feste Spendenbeträge über PayPal oder in Form einer Überweisung sind willkommen. Auch hier gilt: Nähere Infos im Netz. Mit einem Klick ist die Teilnahme am Bundesradsporttreffen 2014 möglich. Der Name der dazu erstellten Internetseite lautet www.rad-net-regista.de. Wer sich über die vom 26. Juli bis 2. August geplanten Touren sowie das Freizeitprogramm während des Teffens informieren will, ist richtig auf www.brt2014werne.de.

„Mir wird eigentlich erst jetzt bewusst, wie verrückt diese Idee ist“, sagt Symalla. Zwar seien 908 Kilometer in sieben Tagen für einen trainierten Pedal-Profi keine allzu große Herausforderung. Für ihn allerdings schon. Seit gerade einmal zwei Jahren sitzt der Herdecker, der zwei Supermärkte in Werne und einen an seinem Wohnort betreibt, im Sattel.

Zehn Kilometer – so lang war seine erste Tour, nachdem er von Ehefrau, Freunden und Mitarbeitern ein Rad zum Geburtstag bekommen hatte. „Danach bin ich ins Bett gefallen und hab’ bis nachts geschlafen“, erinnert sich Symalla. Doch der Einstieg in den Radsport war vollzogen.

Radfahren helfe beim Entspannen, beim Ausgeglichensein, betont der Kaufmann. „Man bekommt schon nach wenigen Kilometern den Kopf frei und entwickelt Gedanken, die einem sonst nie kommen würden.“ Ganz nebenbei, als willkommene Begleiterscheinung, hat Symalla abgenommen. Stark abgenommen sogar. Ganze 45 Kilogramm.

Die Touren legt er nicht alleine zurück, sondern zusammen mit Dr. Regine Ecker, einer Notärztin aus dem Herdecker Krankenhaus, die er von anderen sozialen Projekten kennt. „Sie war von der Idee äußerst begeistert“, schildert Symalla. Die Spenden aus der Benefiz-Aktion gehen je zur Hälfte nach Werne und Herdecke. In Herdecke wird zu gleichen Teilen der Sterntaler e.V. unterstützt, der sich in Kooperation mit der Klinik um krebskranke, chronisch erkrankte und frühgeborene Kinder und deren Familien kümmert, sowie der Verein zur Förderung christlicher Sozialarbeit. „Wir hoffen, dass einige tausend Euro zusammenkommen“, sagt Symalla. Alle Spenden flössen über die Bürgerstiftung Herdecke, in deren Kuratorium er sitze und die Quittungen ausstellen könne. Alle Kosten würden von seiner Firma, der Rewe Symalla Einzelhandels OHG, getragen.

Marcel Piechota vom RSC Werne, dem Ausrichter der Radsporttreffens, freut sich über das Engagement. Eine solche Aktion bereichere die Veranstaltung ebenso wie das Freizeitprogramm, betont er. Je mehr Kilometer Symalla und Ecker zurücklegen, desto mehr Geld kommt in die Kasse. Daher geht es für sie nicht um Zeit, sondern ums Ankommen – und vorab darum, dass das Engagement viele Unterstützer findet. Erste Zusagen liegen vor. - am

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