Stockumer Feuerwehr stellt neues Löschfahrzeug in Dienst

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Stockumer Feuerwehr stellt neues Löschfahrzeug in Dienst.

Stockum - Mit der feierlichen Schlüsselübergabe an Wehrführer Thomas Temmann und Löschzugführer Christian Rasche nahm die Feuerwehr in Stockum am Donnerstagabend ein neues Löschfahrzeug in Dienst. Die Stadt Werne hat in die Anschaffung 338.000 Euro investiert.

Das LF 16 TS hat zwar erst 22.900 Kilometer auf dem Tacho, wird aber trotzdem ausgemustert. Schließlich hat das Löschfahrzeug der Feuerwehr in Stockum 31 Jahre lang zuverlässig seinen Dienst getan. Jetzt ist die Technik veraltet und moderner Ersatz steht bereit: Am Donnerstagabend wurde ein neues Löschfahrzeug mit einem 2.000 Liter fassenden Wassertank in einer Feierstunde im Gerätehaus offiziell in Dienst gestellt. 338.000 Euro hat die Stadt Werne in die Anschaffung investiert, die in den vergangenen Wochen bereits ihre Bewährungsprobe bei mehreren Einsätzen hatte. Unter anderem beim Großbrand in Bönen. 

Dass sich die Stockumer Kameraden nur schweren Herzens von ihrem betagten Gefährt trennen, wurde bei der Feier deutlich. „Viele aktive Kameraden haben ihre Ausbildung auf diesem Fahrzeug gemacht und unzählige Einsätze damit gefahren“, sagte Löschzugführer Christian Rasche, der zur Feierstunde eine große Schar von Gästen begrüßte.

Feuerwehr Stockum bekommt neues Löschfahrzeug

Zwölf neue Einsatzfahrzeuge in 20 Jahren

Wehmut kam auch in einem Filmbeitrag auf, in dem das alte Fahrzeug und der Nachfolger eindrucksvoll in Szene gesetzt wurden. Der Film machte deutlich, welche technischen Fortschritte es in den vergangenen 30 Jahren gab. Und diese Fortschritte sind es, die die Arbeit erleichtern, wie Feuerwehrchef Thomas Temmann betonte. Denn es gehe nicht darum, neues Spielzeug für die Kameraden anzuschaffen, sondern ihnen das beste Arbeitsgerät für ihren Dienst zum Schutz der Bürger bereitzustellen. Durch die laufende Modernisierung des Fahrzeugbestandes der Wehr und die gute Zusammenarbeit mit einem Hersteller sei gewährleistet, dass im Löschzug Mitte und in Stockum inzwischen die gleiche Technik im Einsatz sei, was die Zusammenarbeit erheblich erleichtere. Temmann dankte Rat und Verwaltung für die Unterstützung.

„Auftrag abgeschlossen“, sagte Bürgermeister Lothar Christ. Damit meinte er, dass der Fahrzeugbestand der Feuerwehr in den vergangenen Jahren kontinuierlich modernisiert wurde. Insgesamt seien innerhalb von 20 Jahren zwölf neue Einsatzfahrzeuge angeschafft worden, das älteste sei derzeit ein Rüstwagen Baujahr 2000. Als nächstes stehe ein Mannschaftstransportwagen auf der Liste. Christ betonte, dass die Haushaltssituation der Stadt Werne keinen Einfluss auf die Materialbeschaffung für die Feuerwehr habe. Das führe schon auf seinen Vorgänger Bürgermeister Mainhard Wichmann zurück, unter dessen Federführung in Absprache mit der Feuerwehrleitung Zehnjahres-Pläne eingeführt wurden. „Diese Pläne werden abgearbeitet, auch wenn wir uns in der Haushaltssicherung befinden“, so der Bürgermeister. 

Größeres Gerätehaus nötig

Der Fahrzeugbestand ist zwar erneuert, dennoch gibt es in Stockum Investitionsbedarf: Der Löschzug benötigt dringend ein größeres und moderneres Gerätehaus. „Wenn dieses Ziel auch nicht im Haushalt verankert ist, so ist es doch in unseren Köpfen“, versicherte Christ, dass Politik, Verwaltung und Feuerwehr gemeinsam an einer Lösung arbeiten. Sobald der Haushaltsausgleich 2020 geschafft sei, bekomme das Gerätehaus oberste Priorität, versicherte der Verwaltungschef. Eine Machbarkeitsstudie sei bereits in Arbeit. 

Dass mit der Schließung des Gersteinwerkes im kommenden Jahr möglicherweise neue Herausforderungen auf die Freiwillige Feuerwehr zukommen, ist ein weiteres Thema. „Wir führen derzeit vertrauensvolle Gespräche mit der Werksfeuerwehr und der Kraftwerksleitung“, sagte Christ. Mehr könne man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. 

Bevor das Stadtoberhaupt den symbolischen Schlüssel an die Wehrführung übergab, segneten Pfarrer Karl-Heinz Hense und Pfarrer Alexander Meese das Tanklöschfahrzeug (TLF). Anschließend bestand beim geselligen Beisammensein ausreichend Gelegenheit, das neue TLF 20 zu besichtigen und in Erinnerungen an den Vorgänger zu schwelgen.

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