24 000 Wahlberechtigte

Stimmzettel für Europa-Wahl kommen mit Verspätung in Werne an: Das ist der Grund

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Warten mit den Unterlagen im Wahlbüro: Die Auszubildenden der Stadt Werne (von links) Jil Traubner, Adem Özdemir und Marcel Laskowski.

Werne – Populismus, Rechtsruck, Brexit: Viele EU-Experten, Politiker und Ökonomen sehen Europa vor einer richtungweisenden Wahl, wenn am 26. Mai über 500 Millionen Europäer dazu aufgerufen sind, das 9. Europäische Parlament zu wählen. In Werne laufen die Vorbereitungen dafür auf Hochtouren. Jetzt kamen die Stimmzettel für die Briefwahl an – das allerdings mit Verspätung.

Schon vor über einer Woche sollten die Stimmzettel eigentlich im Stadthaus eingetroffen sein. Denn: Seit vergangenem Dienstag ist das Briefwahlbüro im Erdgeschoss geöffnet. „Der Spediteur, der beauftragt war, die Stimmzettel zu liefern, hat die Standorte in Werne und Lünen aber aus irgendeinem Grund nicht erreicht“, erklärt Sven Henning vom Wahlamt. Durch einen Kurierfahrer seien die Unterlagen dann doch noch in der vergangenen Woche zugestellt worden. „Am Gründonnerstag um 20 Uhr kamen die letzten 7 000 Stimmzettel bei uns an“, sagt Henning erleichtert.

In Werne gibt es in diesem Jahr rund 24 000 Wahlberechtigte. Nur wenige haben aber bereits den Weg ins Briefwahlbüro gefunden. Erst mit der Zustellung der Wahlbenachrichtigungen erwarte Henning mehr Zulauf von Bürgern, die ihre Stimme bereits vor dem eigentlichen Wahltag am 26. Mai abgeben wollen. Der Stichtag dafür ist der 24. Mai.

Wahlzettel ist 96 Zentimeter lang

Wer in der Wahlkabine den 96 Zentimeter langen Stimmzettel ausklappt, dürfte zunächst einmal etwas Zeit brauchen, um alle 40 zur Wahl stehenden Parteien durchzugehen. Dabei ist die eigentliche Abstimmung denkbar simpel. Jeder Wahlberechtigte hat eine Stimme und wählt damit eine der gelisteten Parteien. Auf den Stimmzetteln sind neben den politischen Organisationen auch jeweils maximal zehn der bundesweit einheitlichen Listenkandidaten namentlich aufgeführt.

Inzwischen sind in Werne alle Wahllokale gefunden. Die Wahlbezirke sind dabei genauso eingeteilt wie zur Kommunalwahl. Es gibt 29 Bezirke, sechs davon sind Briefwahlbezirke. Auch im Antonius-Altenheim kann – trotz Baumaßnahmen – im Bereich der Cafeteria gewählt werden. An der Barbaraschule weicht die Stadt erstmals in die Turnhalle aus. Der Zugang zum Wahllokal Weihbach-Turnhalle ist wegen Bauarbeiten nur über die Straße „Am Weihbach“ möglich.

Zehn Wahlhelfer fehlen noch

Noch immer sucht die Stadt übrigens zehn Wahlhelfer. Grundsätzlich kann sich jeder Wahlberechtigte als Wahlhelfer engagieren. Sie sorgen für den ordnungsgemäßen Ablauf der Wahl, geben Stimmzettel aus, übernehmen die Auszählung und ermitteln das Ergebnis. Interessierte können sich beim Wahlamt unter Telefon 71-310 informieren und anmelden. Wahlhelfer erhalten ein sogenanntes Erfrischungsgeld in Höhe von 40 Euro.

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