Stadtbücherei ehrt eifrige Leser

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In einer kleinen Feierstunde übergaben (v.l.) Marion Gloger, stellvertretende Büchereileiterin, und Dezernentin Elke Kappen den fleißigsten Entleihern Urkunden und Bücher-Gutscheine.

WERNE´ - Jakob Lücke kann sich glücklich schätzen. Seine Mutter liest ihm regelmäßig etwas vor – jeden Abend und oft auch tagsüber. Klar, dass dafür eine Menge Bücher notwendig werden. Diese holt sich der Fünfjährige zumeist in der Stadtbücherei Werne. Dort wurde er nun am Dienstagnachmittag zusammen mit anderen Viellesern als fleißigster Entleiher geehrt.

Jakobs Lese- beziehungsweise Hörhunger war so groß, dass er im vergangenen Jahr dutzendweise Bücher und andere Medien nach Hause trug. 309 Entleihungen wurden am Ende registriert. Das machte ihn zum Preisträger in der Altersgruppe bis zehn Jahre. Wernes Kulturdezernentin Elke Kappen übergab dem Jungen – wie später allen Gewinnern – eine Urkunde sowie einen Büchergutschein über 15 Euro.

Seit 2000 ehrt die Stadtbücherei ihre fleißigsten Leser – und dies aus gutem Grund, wie Kappen bei der Preisverleihung betonte. So sorgten diese und alle anderen Nutzer dafür, dass die Einrichtung überhaupt bestehen bleiben kann, und Werne ohne Stadtbücherei sei „gar nicht denkbar“.

Nach Ehrung des kleinen Jakob gratulierte die Dezernentin noch fünf weiteren Preisträgern. So brachte es die 13-jährige Jana Derichs in ihrer Altersgruppe (11 bis 17 Jahre) auf 261 Ausleihen. „Alles echte Bücher“, betonte die Schülerin des Anne-Frank-Gymnasiums auf Nachfrage. Sie ziehe es weiterhin vor, Seiten umzublättern statt am Bildschirm umzuwischen.

Jana Derichs war schon 2013 Preisträgerin, Franz Feller ist es seit 2007. Im vergangenen Jahr brachte er es auf stolze 621 Entleihungen, der Top-Wert nicht nur in seiner Altersklasse (18 bis 59 Jahre). Nicht, dass er täglich fast zwei Bücher lese, sagt Feller – „es sind auch Zeitschriften, CDs und Kinderbücher darunter, die ich vorlese“. Zudem zähle ja auch die Verlängerung der Ausleihfrist als Entleihung.

Preisträgerin in der Altersklasse „Über 60“ war mit 412 Entleihungen Gabriele Schäfer. Auch sie kennt es, zu Beginn eines Jahres geehrt zu werden. Warum sie so viel lese? „Kinder sind aus dem Haus, einen Hund habe ich nicht und ich schlafe oft schlecht“, sagt sie. Zudem komme sie als Erzieherin gern mit Kinderliteratur in Berührung. Bei den Kindergärten tat sich erstmals St. Marien in Horst als fleißigster Entleiher hervor. Wie 2009 bis 2012 lag die Wiehagenschule bei den Schulen vorn.

Preisträger Jakob Lücke tritt übriges in die Fußstapfen seiner großen Schwester. Auch der heute Elfjährigen las Mutter Andrea schon in jungen Jahren viel vor. Kluge Eltern wissen: So macht man Kinder glücklich. - am

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