„Gestiegene Allgemeinkosten“

Stadt plant Preiserhöhungen beim Theater-Abo

+
Im Rahmen des städtischen Kulturprogramms kommen auch bekannte Schauspieler wie Heiner Lauterbach in den hiesigen Kolpingsaal.

Werne – Die Preise für das städtische Theater-Abonnement sollen ab der Saison 2020/21 steigen. Das geht aus einer Beschlussvorlage der Verwaltung hervor, über die der Kulturausschuss am Donnerstag, 21. November, berät.

Die Preise haben sich seit der Spielzeit 2006/07 nicht verändert. Gestiegene Allgemeinkosten und insbesondere gestiegene Honorarzahlungen rechtfertigen laut Verwaltung eine „maßvolle Anpassung“. Sie verspricht sich dadurch rund 5 000 Euro Mehreinnahmen je Saison. Von den jährlich 130 000 Euro Budget für den Veranstaltungsbereich entfielen aktuell etwa 95 000 Euro auf das Abo und die Zusatztermine (Kabarett, Musical etc.), heißt es.

Umstellung auf prozentuale Ermäßigungen

Derzeit zahlen die rund 300 Abonnenten gegenüber dem Einzelverkauf (pro Termin im Schnitt rund 100 Karten) in allen drei Preiskategorien einen bestimmten Geldbetrag pro Ticket weniger, beim 5er-Abo etwa zehn Euro pro Veranstaltung. Nach Vorschlag der Verwaltung soll es künftig prozentuale Ermäßigungen geben: 10 Prozent beim 4er-Abo und 15 beim 5er-Abo. Dies würde auch einen Anreiz schaffen, gleich alle fünf Termine zu buchen.

Bei einer geplanten Erhöhung der Einzelticket-Preise um jeweils zwei Euro auf dann 16, 18 und 20 Euro bedeutet das:

- Das

4er-Abo

kostet in der Preiskategorie I künftig 72 statt 64 Euro, in der Kategorie II 64,80 statt 56 Euro und in der Kategorie III 57,60 statt 48 Euro.

- Die Preise fürs 5er-Abo belaufen sich künftig auf 85 statt 80 Euro (Kategorie I), 76,50 statt 70 Euro (II) und 68 statt 60 Euro (III).

Schüler und Schwerbehinderte zahlen mehr

Überdies sollen die Einzelkarten-Ermäßigungen für Schüler, Studenten, Auszubildende, Wehrdienstleistende, Empfänger von Hilfeleistungen und Schwerbehinderte deutlich sinken – von 50 auf 20 Prozent. Auch in den benachbarten Städten sei dies der übliche Satz, argumentiert die Verwaltung. In der zurückliegenden Saison 2018/19 haben demnach 38 Menschen mit Schwerbehinderung von einer Ermäßigung profitiert, Schülerkarten seien nur „sehr vereinzelt“ in Anspruch genommen worden.

Mit der neuen Preisgestaltung bewegt sich die Stadt Werne auf dem Niveau vergleichbarer Kommunen in der Region, rechnet die Verwaltung in ihrer Vorlage vor. Abweichend von der vorgeschlagenen Neuordnung der Ermäßigungen sollten Schulklassen bei einer Gruppenbestellung weiterhin einen Nachlass von 50 Prozent je Karte erhalten. Alle Zusatzveranstaltungen würden kostendeckend kalkuliert.

Neue Gebühren bei Stadtbücherei

Ab 2020 soll es auch bei der Stadtbücherei in Teilen Preiserhöhungen geben, etwa bei der Säumnisgebühr (für die dritte Woche 3 statt 2,50 Euro), für die dritte Mahnung (7,50 statt 5 Euro), für die Ausstellung eines Ersatzausweises (3 statt 2,50 Euro) sowie für den Medienersatz, der sich künftig nach dem Neubeschaffungswert richtet. Neu ist, dass für Vorbestellung einer nicht entliehenen Medieneinheit ein Euro fällig wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare