Flüchtlingsheim am St. Christophorus reaktiviert

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Noch bevor die maroden Container im Lindert ersetzt werden, muss sie Stadt mehr Platz für Asylbewerber schaffen. ▪

WERNE ▪ Noch vor der seit kurzem in Frage gestellten Erneuerung und Vergrößerung der Container-Wohnanlage im Lindert sind die Kapazitäten für die Unterbringung von Flüchtlingen in Werne erschöpft. Die Stadt Werne wird daher erneut den früheren Internatstrakt am St.-Christophorus-Gymnasium anmieten und in drei Wochen mit den ersten Asylbewerbern belegen.

Das haben Dezernent Frank Gründken und Sozialamtsleiterin Kordula Mertens am Mittwochabend bei einem Gespräch mit der örtlichen Agenda 21-Gruppe angekündigt. Die Runde hatte neben der Verwaltung auch den hiesigen Bundestagsabgeordneten Dr. Dieter Wiefelspütz zu Gast und mit die Situation der Flüchtlinge auf die gesellschaftspolitische Tagesordnung setzen. Die Initiatoren Heidrun und Dr. Hermann Steiger wollen dazu mit dem Agenda-Kreis einen Flüchtlingsrat gründen, um ehrenamtlich konkrete Hilfe anzubieten.

Nach Auskunft der Verwaltung sind die Aufnahmekapazitäten quasi erschöpft. 56 Menschen, die mit ihrer Familie nach Werne gekommen sind, hat das Sozialamt in Wohnungen unterbringen können, der Sammelunterkunft sind weiter 56 Asylbewerber, überwiegend Junggesellen, zugewiesen, wie Mertens berichtete. Davon hielten sich nur 31 in dem Wohnheim auf, die Kapazitäten seien aber ausgeschöpft, weil die ungenutzten Plätze für die Betreffenden weiter vorzuhalten seinen.

Nach Einschätzung der Bezirksregierung werde sich Werne in den kommenden fünf Jahren auf eine jährliche Zuweisung von etwa 50 Asylbewerbern einstellen müssen. Die ersten sollen schon in wenigen Wochen eintreffen. Daher habe sich die Verwaltung entschlossen, das Wohnheim am Gymnasium zu reaktivieren.

Die Räume seien bereits vorbereitet, die Ausstattung bestellt, sagte Mertens. Es könnten je 32 Flüchtlinge im Erd- und im Untergeschoss untergebracht werden. In der ersten Stufe werde zunächst das untere Geschoss belegt. ▪ bkr

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