Neues Leben im ehemaligen Restaurant „Zum Steintor“

Sprachtherapie zieht in einstige Kultkneipe

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Fühlen sich pudelwohl in den neuen Räumen: Inhaberin Melanie Thiemann (Mitte) mit ihren Mitarbeiterinnen Annika Patzdorf (links) und Kathrin Heimann.

Werne - Nach einem dreieinhalb monatigen Umbau im Erdgeschoss der Lünener Straße 4 hat Melanie Thiemann in dieser Woche die neuen Räumlichkeiten für die „Sprachtherapie Thiemann“ eröffnet.

Wo viele Werner früher gerne ein- und ausgingen und ein Bier oder einen Schnaps tranken, ist jetzt wieder Leben eingekehrt – allerdings anders, als es noch zu Zeiten des Restaurants „Zum Steintor“ mit seinem Wirt Willi Bülhoff der Fall war. „Es ist sehr hell geworden“, sagte die Sprachheilpädagogin gestern bei einem kleinen Rundgang durch die frisch sanierten Räume. 

Sprachtherapie in ehemaligem Treffpunkt

Zur Erinnerung: Nachdem das Restaurant „Zum Steintor“ vor einigen Jahren schloss, zog 2014 ein Computerladen in das geschichtsträchtige Gebäude ein – und der Inhaber ließ das Ladenlokal weitgehend schwarz streichen. Jetzt also die Runderneuerung mit jeder Menge weißer Farbtöpfe, die für ein freundliches Ambiente sorgten. Und auch sonst hat sich einiges seit September getan: Neben neuen schalldichten Fenstern, einer neuen Beleuchtung und neuen Designböden wurden auch die Decken abgehängt und es wurden neue Wände gezogen, damit die Praxisräume entsprechend sinnvoll genutzt werden können. 

Herausgekommen sind drei Therapieräume, eine Küche, Toiletten für die Patienten und die Mitarbeiter sowie ein Empfangs- und Bürobereich. Der Umzug aus der alten Praxis im Ärztehaus am Bült ist nun auch abgeschlossen, sodass sich für Melanie Thiemann nun alles an der Lünener Straße 4 abspielt – und zwar mit Vergnügen. Denn mit den neuen Räumen erfüllte sich ein großer Wunsch. „Hier können wir alles selbst gestalten“, meinte Thiemann.

13 Mitarbeiter in zwei Praxen

Noch etwas, das sie sehr freut. „Im Bült gab es zwar einen Aufzug, aber hier ist alles ebenerdig“, so Thiemann, die seit 20 Jahren als Sprachheilpädagogin arbeitet und Praxen in Lünen und seit drei Jahren auch in Werne hat. 13 Mitarbeiter gibt es in beiden Praxen. Behandelt werden verschiedenste Symptome von Kindern im Säuglingsalter bis hin zu Senioren, etwa nach einem Schlaganfall. Mehr als 100 Patienten sind es pro Woche. Wie die neuen Räume bei den Patienten ankommen? „Total gut“, sagte die Sprachtherapeutin. Damit aber nicht nur die Patienten einen Blick darauf werfen können, was aus der einstigen Kultkneipe geworden ist, laden sie und ihr Team am Samstag, 25. Januar, von 10 bis 12 einen Tag der offenen Tür an.

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