Lokalpolitik

Spielplätze in Werne: Vorschläge landen in der Warteschleife

Die konkrete Neugestaltung der Werner Spielplätze hängt fest - mindestens noch bis September 2021.
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Die konkrete Neugestaltung der Werner Spielplätze hängt fest - mindestens noch bis September 2021.

Auf Wernes Spielplätzen muss sich etwas tun. Darüber ist man sich in der Lippestadt weitgehend einig. Aber so schnell wie erhofft, wird daraus wohl nichts.

Wenn es um den Zustand und die Gestaltung von Wernes Spielplätzen geht, herrschte zwischen Verwaltung und Politik zuletzt nicht immer Einigkeit. Die Politik forderte schnelles Handeln. Oder zumindest einen vernünftigen Plan. In diesem Fall - das liegt nahe - einen Spielplatzentwicklungsplan. Etwas also, das man schon seit Jahren vor sich herschiebt, wie es Rolf Weißner (CDU) am Donnerstag (27. Mai) in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses einmal mehr betonte.

Der Sachstandsbericht der Verwaltung hatte dabei genauso auf der Tagesordnung gestanden wie die Anträge der Unabhängigen Wählergemeinschaft Werne (UWW) und der Anwohner des Wohnquartiers Jahnstadion. Während erstere die Inklusion auf Wernes Spielplätzen vorantreiben wollten und auch kurzfristig behindertengerechte Spielgeräte wie ein Karussell für Rollstuhlfahrer forderten, machten sich letztere für den Erhalt des Spielplatzes an der ehemaligen Jahnturnhalle stark.

Keine schnelle Änderung auf Wernes Spielplätzen in Sicht

Nun ist klar: Wer auf schnelle Veränderung gehofft hat, muss sich weiter in Geduld üben. Denn bei der Spielplatzentwicklungsplanung ist man auf Seiten der Stadt noch nicht so weit, wie manch einer es sich wünscht. „Wir sind noch nicht an dem Punkt, an dem wir schauen, wo wir ein konkretes Karussell aufstellen. Aber wir werden uns das ins Hausaufgabenheft schreiben“, erklärte Jugendamtsleiter Maik Rolefs.

Auch Dezernent Alexander Ruhe betonte, man verfolge einen „ganzheitlichen Ansatz“. Heißt: Mit externer Unterstützung sowie unter Beteiligung verschiedener lokaler Akteure - darunter der Behindertenbeirat, das Sportamt und der Bauhof - wertet man nun erst einmal Daten aus: Was gibt es schon, was wird noch benötigt, welche Flächen braucht man und wie sollen die Spielplätze in Zukunft überhaupt aussehen? Das dauert. Voraussichtlich mindestens bis September.

Die Reaktion in den Reihen der Ausschussmitglieder: Wer sich so viel Zeit nimmt, der muss am Ende auch liefern - und zwar etwas Handfestes. Zum Beispiel mit Blick auf das Thema Inklusion, wie Angelika Roemer betonte: „Da kann die Frage nicht sein, ob und wie wir das machen, sondern wann.“

Immerhin: Mehr Geld als in den vergangenen Jahren hat man in Werne nun zu Verfügung für die Instandhaltung und Gestaltung der Spielplätze. Gut 55.000 Euro statt wie bisher 25.000 pro Jahr. Ein Teil davon könnte tatsächlich in neue Spielgeräte fließen. Auch für den Spielplatz an der ehemaligen Jahnturnhalle. Den will die Politik nach jetzigem Stand nämlich erhalten. Der Sorge der Anwohner, das Schicksal der Fläche sei schon längst besiegelt, versuchte Ruhe entgegenzuwirken: Die Fläche, auf der sich der Spielplatz befindet, gehöre nach wie vor der Stadt. Und über den Erhalt der Spielplätze entscheide letztlich die Politik.

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