Südostasienhilfe: Schule in Burma wird mit Spendengeldern gebaut

Der Neubau des Schulhauses der Monastery School Mynthar macht Fortschritte. Voraussichtlich Ende des nächsten Monats können 160 Schüler einziehen.

Werne - Als die Eheleute Bruno und Jutta Gimmel im vergangenen Herbst den Rückzug aus ihrer ehrenamtlichen Arbeit und die Auflösung der von ihr gegründeten Südostasienhilfe e.V. ankündigten, löste das noch einmal eine Welle der Hilfsbereitschaft aus.

Rund 55 000 Euro Spenden wurden mit dem Jahresabschluss 2015 gezählt, eine Summe, mit der der Neubau eines Schulhauses in Burma in Angriff genommen werden konnte. In einem letzten Bericht über die Aktivitäten in den von der Südostasienhilfe geförderten Projekten in Burma und Vietnam verabschieden sich die Gimmels jetzt von den aktiven Unterstützern. Anfang des Jahres reisten sie noch einmal nach Burma, wo sie sich über den aktuellen Stand und die Verwendung ihrer Spendengelder informierten.

Großzügige Überraschung

Als nächstes werden sich Bruno und Jutta Gimmel um die Auflösung des gemeinnützigen Vereins kümmern, den sie 2002 offiziell aus der Taufe gehoben haben. In Burma waren die beiden Werner ab 2000 aktiv, vorher unterstützten sie ab 1994 Projekte in Vietnam. Im Laufe ihrer Tätigkeit kam rund eine Million Euro zusammen, mit denen Kinderheime und Schulen in Burma gebaut und ausgestattet wurden. Der Abschied fällt schwer, gestand Bruno Gimmel am Montag ein. Doch aus Altersgründen müssten er und seine Frau kürzer treten, Nachfolger hätten sie leider nicht gefunden. Der Kassensturz zum Jahresende habe eine Überraschung gebracht, denn dank der großzügigen Spenden könne nicht nur ein Schulhaus für 160 Kinder an der Monastery School Mynthar gebaut werden, sondern auch Schulmöbel, sechs Computer und zwei Drucker angeschafft werden, schreiben die Eheleute Gimmel in ihrem Bericht.

Das neue Schulhaus verfüge über fünf Klassen- und ein kleines Lehrerzimmer. Mit der Fertigstellung rechnen die Gimmels im Juni oder Juli. Eine weitere Schule ist die Monastery School Taw Ya, die von der Werner Projekthilfe schon seit Jahren unterstützt wird. 500 Kinder werden hier unterrichtet und verköstigt. Dank einer Spende der Siekermann-Stiftung in Höhe von 10 000 Euro habe man den Schul- und Essraum mit Fenstern und einem festen Boden ausstatten können. Damit werde verhindert, dass der Raum bei Monsunregen überflutet wird und nicht mehr nutzbar ist, so der Bericht.

Ehepaar Gimmel behält Projekte im Auge

Ihre Projekte und die Freunde in Burma wollen Bruno und Jutta Gimmel auch in Zukunft nicht aus den Augen verlieren: „Wir werden weiter nach Burma reisen. Dann aber ganz privat.“

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