Antrag soll im Ausschuss beraten werden

SPD fordert: Klimanotstand im Kreis Unna ausrufen

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Kreis Unna – Der Kreis Unna soll den Klimanotstand ausrufen und damit ein deutliches Zeichen setzen. Das fordert die SPD-Kreistagsfraktion und bittet Landrat Michael Makiolla darum, einen entsprechenden Antrag in Kreisausschuss und Kreistag  beraten zu lassen.

„Das ist aber keinesfalls nur als symbolischer Akt gedacht“, so Norbert Enters, umweltpolitischer Sprecher der Sozialdemokraten im Kreistag. „Klimaschutz erfordert verwaltungsübergreifendes Handeln auf Kreisebene“, sagt Enters. 

Die Klimakrise betreffe nicht nur Umweltpolitik, sondern auch Planungs-, Verkehrs-, Gesundheits- und Sozialpolitik. Alle Entscheidungen gelte es auf ihre Auswirkungen auf das Klima zu bewerten, so die Forderung. 

SPD-Fraktion folgt dem Beispiel mehrerer Kommunen

Deshalb wird der Landrat in einem Beschlussvorschlag der SPD-Kreistagsfraktion gebeten, einen Bericht darüber vorzulegen, welche Maßnahmen des Kreises – über die bisherigen Klimaschutzbemühungen hinaus – zur Verringerung der Treibhausgasemissionen unmittelbar beitragen können. 

Darüber hinaus soll ein Konzept zur Verringerung der umweltbelastenden Faktoren über alle den Kreis betreffenden Aufgabenfelder erstellt werden – einschließlich einer Rückkoppelung mit den Kommunen. Und: Es soll einen jährlichen Bericht des Landrats über die Auswirkungen der CO2-Emissionen geben. 

Die SPD-Fraktion folgt damit dem Beispiel mehrerer Kommunen, die seit Anfang Mai in Deutschland den Klimanotstand ausgerufen haben.

In Hamm sind am Freitag rund 1000 Demonstranten für das Klima auf die Straße gegangen.

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