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Solebad Werne eröffnet: „Eine Perle in der gesamten Region“

Werne - Über dem Werner Solebad ziehen wieder Dampfschwaden hinauf. Die Freude darüber ist riesig.

Dies wurde schon bei der Eröffnung am Samstag deutlich: Tausende Menschen bahnten sich einen Weg durch die Flure, warfen einen Blick in die Entspannungsräume und Umkleiden, nahmen Schwimmbecken sowie Rutsche in Augenschein. Zeitweise war kaum ein Durchkommen.

Bilder von der Eröffnung

Werne eröffnet das neue Solebad - Attraktionen am Nachmittag

Werne eröffnet das neue Solebad 

Dem Tag der offenen Tür, der mit dem Durchschneiden eines Bandes am Mittag begann, ging ein überaus unterhaltsamer Festakt voraus. Dazu begrüßte Bürgermeister Lothar Christ mehr als 250 geladene Gäste sowie das gesamte Mitarbeiter-Team. „Ich finde, das Bad ist wunderschön geworden“, sagte Wernes Stadtoberhaupt gleich zu Beginn, und fügte unter großem Applaus hinzu: „Ein supergeiles Bad.“

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In einer rund 20-minütigen Ansprache ging Christ auf die lange Zeit der Planung und der Bauarbeiten ein – und sparte dabei nicht mit Selbstkritik. Binnen der sieben Jahre seien „auch Fehler gemacht“ worden, räumte er ein, es habe „schwierige Zeiten“ und auch Entscheidungen gegeben, „die uns zurückgeworfen haben“. Den sieben mageren Jahren, hoffe er, folgten nun aber „sieben fette“ und danach noch viele weitere erfolgreiche Jahre. Er sei stolz, so Christ, den Werner Bürgern dieses Bad übergeben zu können.

Christ betonte, dass sowohl der Bauzeitenplan als auch der Kostenrahmen eingehalten worden seien. 17 Millionen Euro habe das Bad gekostet. Wolle man es heute noch einmal bauen, müsste man angesichts der Preissteigerungen im Bausektor wohl mit mehr als 20 Millionen Euro kalkulieren.

Das Stadtoberhaupt dankte allen an der Planung und am Bau Beteiligten. Über Jahre hinweg sei „exzellente Arbeit“ geleistet worden, wobei Probleme nicht nur gefunden, sondern auch gelöst worden seien. „Wir können mit viel Optimismus in die Zukunft des Solebades blicken“, konstatierte Christ. Die Schwimmstätte sei ein „Bigpoint“, der die Stadt voranbringe. Andere Bigpoints wie das Horne-Projekt und der vom Bund bezuschusste Umbau des Sportzentrums Dahl würden folgen.

Der symbolische Solebad-Schlüssel landete am Ende bei den Mitarbeitern. Architekt Heinrich Brinkhus hatte ihn zunächst Christ überreicht, und auch Gründken und Bad-Leiter Jürgen Thöne gaben ihn weiter an die, die ihn nun täglich nutzen.

Die Einsegnung des neuen Solebads übernahmen Pfarrdechant Jürgen Schäfer (St. Christophorus) und Pfarrer Alexander Meese (Evangelische Kirchengemeinde Werne). Schäfer dankte im Namen der beiden Gemeinden für die Einladung, die „nicht selbstverständlich“ sei. Man fühle sich mit seinem Angebot als Teil der Stadt und sei erfreut, auch so wahrgenommen zu werden.

Vor und nach der christlichen Zeremonie sparten die Geistlichen nicht mit Selbstironie. Beide zeigten sich überdies erfreut, dass das Bad nun fertig ist: Meese, weil er als Vater dreier schwimmbegeisterter Töchter nun wieder ausschließlich Pfarrer und nicht mehr „Pfarrer und Fahrer in einem“ sein müsse, wie er betonte, und Schäfer, weil sich die Baufirmen in der Stadt nun wieder anderen Dingen zuwenden könnten – speziell dem Neubau der Zentralrendantur in St. Konrad.

Bei einem Podiumsgespräch bezeichnete Landrat Makiolla das Solebad als „eine Perle im Kreis Unna und in der gesamten Region“. Christian Schmid, Vorsitzender des Bad-Betriebsausschusses, sprach von einem „vernünftigen Kompromiss“, auf dem der Bad-Neubau fuße, und nach seinem Lieblingsplatz im neuen Bad befragt, nannte Architekt Brinkhus die Gastronomie. Gründken meint: Das, was man für die 17 Millionen Euro bekommen habe, sei „aller Ehren wert“. Jürgen Zielonka vom Stadtsportverband sagte, das Bad verfüge über alles, was für den Sport notwendig sei.

Das meinten auch viele der Besucher am Tag der offenen Tür. Mit 5000 hatte das Bad gerechnet; so viele, vielleicht sogar mehr, waren es am Ende auch. Der Andrang ebbte den Nachmittag über kaum ab. Carsten Langstein, kaufmännischer Leiter des Bades, freute sich nicht nur über die vielen Besucher, sondern auch über die ruhige Atmosphäre. „Das Schöne ist: Die Leute fühlen sich wohl.“

Tatsächlich blieben die Liegen in den Aufenthaltsräumen nicht ungenutzt. Im Wasser aber waren an diesem Tag nur die Vereinsschwimmer, die Vorführungen zeigten – und Lothar Christ: Wernes Bürgermeister genehmigte sich einen Sprung vom Drei-Meter-Turm und kraulte einmal durchs 25-Meter-Becken. In voller Montur! Gestern wäre er dafür des Bades verwiesen worden

Rubriklistenbild: © Foto: Eickmann

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