Solebad: Vor der Eröffnung wird das Wasser noch geprüft

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Das neue Sportbecken.

Werne - Keine vier Wochen mehr, dann geht das neue Werner Solebad in Betrieb. Die Verantwortlichen sind optimistisch, dass der Start-Termin 14. April gehalten werden kann – wenngleich es noch kleinere Unsicherheiten gibt.

Die größte dieser Unsicherheiten, nämlich die Wasserqualität, kam am Dienstagnachmittag in der Sitzung des Bad-Betriebsausschusses zur Sprache, der letzten vor der lang ersehnten Eröffnung. Am gleichen Tag waren Proben aus den Becken genommen worden. Deren Untersuchung dauere rund zwei Wochen, hieß es. Dann habe man Gewissheit – und hoffe auf Freigabe.

Eine Hygieneprüfung gibt es demnach auch für das Trinkwassersystem im Bad. Diese sei weniger aufwändig und mit einem weniger großen Risiko verbunden. Ein letzter großer Meilenstein auf dem Weg zur Eröffnung ist die Abnahme durch die Bauaufsicht, geplant am Dienstag, 9. April. „Vorher darf auch niemand ins Wasser“, betonte Bad-Leiter Jürgen Thöne. Das wäre „grob fahrlässig“, ergänzte Controllerin Daniela Kersting von der Firma Constrata. Dabei gibt es durchaus die Überlegung, bei einer Art Pre-Opening etwa schon einzelne Schulklassen ins Bad zu lassen, um erste Erfahrungen im Betrieb zu sammeln. Entschieden sei aber noch nichts, betonte Thöne. Rund 60 Gewerke waren oder sind auf der Bad-Baustelle aktiv. Vor der End- gebe es viele Einzelabnahmen, erläuterte Frank Gründken, Leiter des städtischen Bäderbetriebs, der Bauherr der neuen Schwimmstätte ist.

Neue Bilder aus dem neuen Solebad 

Architekt Heinrich Brinkhus berichtete von den jüngsten Baufortschritten. So sei etwa der Blitzschutz fertiggestellt, in der nächsten Woche würden Textil-Sauna und Dampfbad über einen längeren Zeitraum getestet.

Derweil soll in der kommenden Woche das Wasser des 50-Meter-Außenbeckens abgelassen werden, damit dieses saniert werden kann. Die neu gesäte Liegewiese hin zum Bad-Gebäude sei zur Bad-Eröffnung womöglich schon grün, aber vielleicht erst im August und damit nach Beginn der Sommersaison zu nutzen, hieß es. Aus Kostengründen wurde auf Rollrasen verzichtet; dieser hätte pro Quadratmeter bis zwischen sechs und acht Euro mehr gekostet.

Neubau bleibt im Budget von rund 16,6 Millionen Euro

Apropos Geld: Laut Kersting sieht’s weiterhin danach aus, dass der Neubau im Budget von rund 16,6 Millionen Euro bleibt. Endgültige Gewissheit gebe es aber erst in etwa einem halben Jahr, wenn alle Schlussrechnungen vorlägen. „Wir halten uns momentan tapfer und sind frohen Mutes“, so die Controllerin. Im jetzigen Stadium könne man gleichwohl kaum noch agieren, sondern müsse reagieren.

Etwa auf die eingehenden Rechnungen. Und hier vergingen zwischen Prüfung und Zahlung oft nicht einmal acht Werktage, lobte Kersting die Verwaltung. Mit der Folge, dass man regelmäßig auch Skontoabzüge tätigen könne. Die Vereinbarungen für solch Preisnachlässe bei Sofort-Zahlung seien ganz unterschiedlich, zahlten sich aber wegen hoher Summen schon bei geringen Prozentsätzen aus. Am Ende gebe es nennenswerte Einsparungen, machte Kersting gegenüber dem WA deutlich.

Froh über Trennung von pbr

Eine weitere positive Nachricht in Sachen Finanzen hatte Bäderbetriebsleiter Gründken zuvor verkündet. Demnach ist die städtische Tochter 2018 nach vorläufigem Jahresabschluss mit dem Geld ausgekommen, das ihr die Stadt überwiesen hat: 2,85 Millionen Euro. Der Überschuss beim Punkt „Raumkosten“ in Höhe von rund 125.000 Euro fließe in die Sanierung der Tribüne am 50-Meter-Becken, so Gründken. „Die wird zur Freibad-Saison fertig, vielleicht schon zur Eröffnung.“

„6 Prozent Sole – 100 Prozent Entspannung“: Mit diesem Slogan will das Solebad die Gäste ins Bad holen. Dazu allerdings muss das Wasser im Solebecken (Bild) sowie in den anderen Bassins hygienisch einwandfrei sein.

Kersting vermittelte der Politik am Dienstag auch die Stimmungslage auf der Baustelle. Für jeden sei nun greifbar, dass die Endphase der Fertigstellung begonnen habe. Allen Beteiligten gehe daher auch „ein bisschen die Düse“. Derweil ist das neue Bad-Team schon mit der Endreinigung einzelner Bereiche beschäftigt, nimmt an Schulungen teil oder probt bestimmte Abläufe.

Von Ausschussmitgliedern gab’s Lob. „Sie haben uns ein Traumbad gezaubert“, sagte Uta Leisentritt (CDU) und bescheinigte allen Beteiligen eine „top Arbeit“. Ulrich Höltmann (SPD) bedankte sich ebenfalls beim Bau-Team und der Stadtverwaltung. Dass es in Zeiten allgemeiner Kostensteigerung voraussichtlich gelinge, beim Bad-Neubau im Budget zu bleiben, sei eine „tollen Leistung“. Überdies sei er im Nachhinein froh, dass man sich von pbr, dem ersten Planungsbüro für ein neues Bad, getrennt habe. „Das wäre eine Katastrophe geworden.“

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