Bagger leisten ganze Arbeit: Solebad-Abriss schreitet voran

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Der Schwimmmeister-Turm soll am nächsten Dienstag fallen.

Werne - Der Rückbau des Solebades läuft auf Hochtouren. Mit mehreren Baggern rückt das Abbruchunternehmen aktuell den früheren Sole-Außenbecken zu Leibe, parallel dazu wird der Gebäude-Trakt abgetragen, in dem sich Duschen und Ruheräume befanden. Das Wahrzeichen der Schwimmstätte, der Bademeister-Turm, fällt am Dienstag, wie der Kaufmännische Leiter des Bads, Carsten Langstein, auf Anfrage mitteilte.

Er kündigte für nächste Woche zudem die ersten Erdarbeiten für den geplanten Neubau an. Der Rohbau soll dann im März starten.

Früher war der Abriss von Gebäuden stets spektakulär. Da setzte der Bagger die Abriss-Birne in Schwung, es staubte kräftig und alles fiel krachend in sich zusammen. Von „Rückbau“ konnte keine Rede sein. Das ist heute ein wenig anders. Zur fachgerechten Entsorgung der verschiedenen Materialien wird Erbautes fein säuberlich und oft auch mit Hand abgetragen.

Abriss Solebad - die neuesten Bilder

Der Abriss des Werner Solebades ist gleichwohl Aufsehen erregend – gerade jetzt, da sich die Bagger über die früheren Sole-Außenbecken hermachen. Mit Hydraulik-Meißeln wurden bereits die Bodenplatten der Becken durchlöchert, seit Donnerstag sind auch deren Wände an der Reihe sowie der frühere „Wasserfall“ samt Grotte.

Becken-Beton wird zerkleinert

Der Beton wird so klein gemacht, dass er abtransportiert werden kann. Das weitere Brechen, das ihn dann auch von seiner Bewährung trennt, geschieht auf einem Grundstück des Abbruchunternehmens im Wahrbrink. „Wir wollen die Belastung für die Anwohner so gering wie möglich halten“, sagt Carsten Langstein. Dem Kaufmännischen Leiter des Solebads ist bewusst, dass man „den Nachbarn gerade jetzt viel zumutet“ und bittet um Verständnis für den Lärm, der mit Abbruch und dem späteren Neubau verbunden ist. Diese Belastung sei glücklicherweise zeitlich begrenzt. 

„Täglich 200 Besucher auf Homepage“ 

Der frühere Umkleidetrakt des Freibades ist bereits ganz von der Bildfläche verschwunden. Gleiches gilt für die Saline; sie musste angesichts ihres maroden Zustands entsorgt werden. Was im Außenbereich verbleibt, ist bekanntlich das Technikgebäude sowie das Sportbecken – „und die unterirdische Schwallwasserkammer“, ergänzt Langstein. Sie werde im Neubau weitergenutzt. Die Abrissarbeiten werden laut Langstein von vielen Schaulustigen verfolgt. Überrascht ist er von der Anzahl der Klicks auf der Internet-Seite des Solebads. „Wir haben im Schnitt 200 Besucher täglich“, erläutert er – obwohl das Bad geschlossen sei.

Newsletter gibt Informationen

Dafür informiert die Einrichtung online zum Neubau, schreibt ein Baustellen-Tagebuch und zeigt per Webcam aktuelle Bilder, die sich auch im Zeitraffer anschauen lassen. Neu seit dem Jahresbeginn ist ein eigener Newsletter. „Wir wollen ihn vier- bis fünfmal im Jahr verschicken“, berichtet Langstein. Derzeit lägen 400 E-Mail-Adressen von Interessierten vor. Wer will, könne den Newsletter über natur-solebad-werne.de anfordern. 

Im März startet der Rohbau

Für den Neubau laufen derzeit zehn Ausschreibungen – etwa auch die zur Rutschenanlage und zum Rohbau. Ihre Angebote können Firmen mit Fristen einreichen, die alle im Februar enden. Im März soll der Rohbau starten. Neues entsteht derweil bereits in der kommenden Woche, wenn zunächst im Bereich der früheren Außenbecken die Erdarbeiten beginnen. „Der Boden muss an einigen Stellen abgetragen, an anderen aufgeschüttet und für die weiteren Arbeiten vorbereitet werden“, erläutert Langstein. Teils werde Schotter eingebracht, teils Sand oder auch andere Materialien. Parallel starte die Wasserhaltung. Das Grundwasser werde für eine begrenzte Zeit abgesenkt, damit es nicht in die künftigen Gruben für den Neubau fließe.

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