Museum und Marketing fragen: Was hast du #jüngstbereist?

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Antonie Jüngst, Heimatdichterin und Ehrenbügerin der Stadt. Museum und Marketing laden zum 100. Todestag zur Spurensuche ein. 

Werne - Heimatdichtung und Instragram: zwei verschiedenen Welten? Museum und Marketing schlagen eine Brücke: 

Anlass gibt der 100. Todestag von Antonie Jüngst, in Werne geborene Heimatdichterin und Ehrenbürgerin der Stadt. Das Stadtmuseum und Werne Marketing widmen sich Leben und Werk der am 8. Juni 1918 verstorbenen Schriftstellerin in einem online-Projekt. Und da ist selbstverständlich Wernes Jugend als "Digital Native" gefragt.

Reisefoto und eigenes Gedicht hochladen

Im Rahmen des Museumsprojekts „Werne up’n Patt“ wächst bei Instagram in diesem Sommer die Schüler-Ausstellung „#jüngstbereist“. Dazu sollen Fotos bereister Orte und dazu verfasste Gedichte hochgeladen oder eingereicht werden. Der Nachwuchs ist zum Mitmachen aufgerufen. Wer mehr wissen will klickt mal rein auf www.werne.de, www.werne-upn-patt.de, www.facebook.com/werne.marketing, www.instagram.com/werne.

Schriftstellerisches Werk von Reisen inspiriert 

Antonie Jüngst wurde als elftes von zwölf Kindern am 13. Juni 1843 in Werne geboren und wuchs nach dem Tod ihrer Eltern bei einer Pflegefamilie in Rheine auf. Später lebte sie in Münster. Christoph Bernhard Schlüter, Mentor von Annette von Droste-Hülshoff, förderte ihr literarisches Schaffen. Jüngst entwickelte sich zu einer bekannten Schriftstellerin und Heimatdichterin. Anregungen für ihr Schaffen erhielt sie auf vielen Reisen im In- und Ausland. Das ist der Anknüpfungspunkt für #jüngstbereist im Rahmen des Mobilitätsprojektes "Werne up'n Patt". 

Persönlichkeit Jüngeren als Vorbild vorstellen 

Antonie Jüngst starb im Juni 1918 im Alter von 74 Jahren in Münster. Bald darauf wurde in Werne die Jüngststraße nach ihr benannt. Heute erinnern außerdem eine Gedenktafel an ihrem Geburtshaus auf der Steinstraße, ein Porträt im Sitzungssaal des Alten Rathauses und eine Vitrine im Stadtmuseum an die Tochter der Stadt. „Antonie Jüngst war zu ihrer Zeit eine wichtige Akteurin der westfälischen Literaturszene, eine sehr produktive und dabei bescheidene Dichterin. Es ist beeindruckend, wie mobil und reiselustig sie in dieser Zeit schon war“, sagt Museumsleiterin Dr. Constanze Döhrer. „Ihren 100. Todestag wollen wir zum Anlass nehmen, ihr Schaffen auch jüngeren Bürgern wieder ins Gedächtnis zu rufen. Persönlichkeiten wie sie können inspirieren und als Vorbilder dienen.“

Pfarrer und Dezernent tragen Gedichte vor

Dafür nutzt das Projekt Medien, mit denen die Zielgruppe vertraut ist: Auf der Internetseite der Stadt Werne und den Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram leben die Erinnerungen an Antonie Jüngst wieder auf. Das Online-Projekt umfasst Beiträge zu ihrer Biografie ebenso wie ausgewählte Gedichte, die unter anderem von Pfarrdechant Jürgen Schäfer und Kulturdezernent Alexander Ruhe vorgetragen werden.

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