Betroffene arbeiten teilweise bei Westfleisch

Nach dem SEK-Einsatz in Werne: So ist die Situation am Quarantäne-Haus

„Bedrohungslage“ in Werne: Polizei im Großeinsatz
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Nach dem Polizeieinsatz hat sich die Lage beruhigt.

Nach dem Einsatz des Spezialeinsatzkommandos wegen einer Bedrohungslage am Hochhaus im Holtkamp in Werne hat sich die Lage einen Tag später beruhigt. Dabei half der Einsatz einer Dolmetscherin.

Werne - Der Einsatz des Spezialeinsatzkommandos der Polizei aufgrund einer Bedrohungslage sorgte am Mittwoch für Aufregung an dem unter Quarantäne gestellten Hochhaus im Holtkamp in Werne. Dort kam es zu einem Streit zweier Familien, der mit einer Bedrohung mit einem Messer endete. (News zum Coronavirus im Kreis Unna)

Nach dem SEK-Einsatz in Werne: So ist die Situation am Quarantäne-Haus

Einen Tag später ist wieder Ruhe in das Mehrfamilienhaus mit den 52 Bewohnern, die seit Freitag in Isolation leben, eingekehrt. Das ist der Eindruck, den die Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt am Donnerstag bekommen haben. „Es ist ausgesprochen ruhig. Der Einsatz der Dolmetscherin hat sich bewährt“, erklärt Frank Gründken, Ordnungsdezernent der Stadt Werne. Sie ist mit den Bewohnern ins Gespräch gekommen und hat Irritationen, etwa wie lange eine Quarantäne bei dem Nachweis der britischen Virus-Variante gilt, ausräumen können.

Da habe es unterschiedliche Meinungen der Bewohner gegeben, erzählt Gründken. Für die 52 Bewohner gilt: Die Quarantäne wird in jedem Fall mindestens 14 Tage dauern. Sie können sich auch mit einem negativen Testergebnis nicht aus der Isolation befreien. Das ist bei der „normalen“ Virus-Variante nach 10 Tagen möglich.

Quarantäne-Haus in Werne: Teilweise Mitarbeiter von Westfleisch betroffen

Wenn am kommenden Donnerstag, 11. März, die Tests am Ende der verhängten Quarantäne durchgeführt werden, werde die Dolmetscherin wieder vor Ort sein, um bei der Verständigung zu unterstützen. Darüber hinaus kann sie nach Bedarf hinzugezogen werden, erklärt Gründken.

Den Verantwortlichen der Stadt soll sie helfen, mehr über den Gesundheits- und Gemütszustand der Bewohner zu erfahren, erklärte Bürgermeister Lothar Christ am Mittwoch. „Sie hat gesagt, dass sie auf sehr nette und freundliche Bewohner getroffen ist. Sie wollen keinen Stress machen und nicht auffallen. Sie wollen hier arbeiten und Geld verdienen“, berichtet Frank Gründken von den Eindrücken der Dolmetscherin.

Am Donnerstagmorgen wurden bei 28 Bewohnern Corona-Tests durchgeführt. 21 von ihnen wurden bereits an ihrem Arbeitsort, dem fleischverarbeitenden Unternehmen Westfleisch, getestet. Nun wurden die 28 Bewohner, die zu Beginn der Quarantäne am Freitag noch nicht wieder in ihre Wohnungen zurückgekehrt waren, vom Gesundheitsamt des Kreises Unna getestet.

Bei Westfleisch in Hamm war am Mittwoch ein weiterer Massenausbruch bekannt gegeben worden. Die Betroffenen sind zum Großteil an der britischen Virus-Mutation erkrankt.

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