Seit 30 Jahren

Ministerin würdigt Einsatz der CDU-Bürgerstiftung in Werne

+
Die CDU-Bürgerstiftung feierte 30-jähriges Bestehen mit (von links) Klaus Stallmann, Rolf Weißner, Ina Scharrenbach, Wilhelm Jasperneite, Annegret Lohmann, Heinz Polmann und Jörg Weber.

Werne – Es war das Jahr, in dem die Mauer fällt und der Kalte Krieg zu Ende geht: 1989 gründete der CDU-Fraktionsvorsitzende Heinz Polmann mit Gleichgesinnten eine Bürgerstiftung, die örtliche Vereine und Gruppierungen unterstützen sollte. Am Sonntag feierte die Stiftung ihr 30-jähriges Bestehen.

Mit dabei im Pfarrheim St. Christophorus waren Mitglieder der CDU, Spender und Vertretern von Vereinen. Der Vorstand – Annegret Lohmann, Jörg Weber und Kornelia Dithmer – begrüßte als Gast auch Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes NRW und CDU-Mitglied. „Es ist lobenswert, wenn Vereine und Gruppen nicht nur mit warmen Worten, sondern mit Geld unterstützt werden“, sagte Scharrenbach in ihrer Festrede.

Insgesamt 145.000 Euro ausgeschüttet

Zum Geburtstag der Stiftung blickten die Gäste gemeinsam auf die letzten Jahre zurück. Jörg Weber moderierte den Vormittag, ging im Pfarrheim von Tisch zu Tisch und ließ verschiedene Anwesende zu Wort kommen. So zum Beispiel den Vorsitzenden der Freilichtbühne Werne, die regelmäßig Geld von der Stiftung erhalten hat. „Damit konnten wir die Vorbereitungen für die Stücke finanzieren; allein die Werbung kostet uns Geld“, so Christoph Bergmann von der Freilichtbühne. Auch Gottfried Forstmann von „Theater für alle“ und vom Verkehrsverein bedankte sich für frühere Spenden. Damit habe eine Stadtführung mit szenischen Darbietungen organisiert werden können. Zwischen den Reden gab es immer wieder märchenhafte Gitarren- und Flötenmusik vom Duo Gerd Löbel und Wolf Lobisch. Die Gäste genossen die Musik bei Kerzenschein und einem Glas Sekt.

Beschenkte Vereine erzählen

Mit Blick auf den runden Geburtstag wollten die Mitglieder der Stiftung erneut Gutes tun: Gleich zwei Vereine erhielten eine Spende in Höhe von jeweils 300 Euro. Die erste geht an die Radio-Initiative 90. Sie gestaltet das Radio-Programm im Krankenhaus; die Patienten dürfen sich Lieder wünschen und werden mit aktuellen Nachrichten versorgt. „Das Geld verwenden wir für neue Sendetechnik“, sagte Magnus See von der Radio-Initiative. Außerdem erhielt der Karnevalsverein Gelb-Blau 300 Euro. „Die wollen wir in neues Besteck und Geschirr investieren“, sagte Mitglied Bianca Emkic. Normalerweise finanziert sich der 50-köpfige Verein durch den Kuchenverkauf am Salinenkonzert.

Dass die Bürgerstiftung insgesamt 160 Vereinen geholfen hat, stimmt den Gründer glücklich. „Das Kolpingsmotto ,Tut jeder in seinem Kreis das Beste, wird es bald in der Welt auch besser aussehen’ war meine Richtschnur. Ich wollte etwas schaffen, das bleibenden Wert hat“, sagte Heinz Polmann. Insgesamt konnte die Stiftung bisher knapp 145.000 Euro an Vereine und Gruppen spenden.

Geldfluss hat abgenommen

Trotz des großen Erfolgs in den vergangenen Jahrzehnten stehen die Vorstandsmitglieder vor einer Schwierigkeit: Die Spenden sind nicht mehr hoch genug, um alle gewünschten Projekte zu unterstützen.

Bei der Gründung haben die Fraktionsmitglieder selbst Beiträge bezahlt und so das Geld für die ersten Spenden zusammen bekommen. Das könne laut Polmann auch eine Möglichkeit für die Zukunft sein. Die Zukunft der Stiftung wird in der nächsten Versammlung Thema sein. „Und wir kommen da schon irgendwie weiter“, ist sich Annegret Lohmann sicher.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare