Schunkelstimmung bei der IWK-Galasitzung

WERNE ▪ Rund 250 Jecken und Akteure erwartete am Samstagabend bei der Galasitzung der Interessengemeinschaft Werner Karneval (IWK) ein buntes Programm aus Büttenreden, Tanz und Musik. Sie fand erstmals getrennt von der Prinzenproklamation statt.

Einige leere Stühle vermochten die Stimmung im Saal kaum zu trüben. Sitzungspräsident Michael Holtmann führte souverän durch das Spektakel. An seiner Seite sorgte der Elferrat aus Mitarbeitern des Autohauses Wenner für einen echten Blickfang. Sie überzeugten das Publikum im Leopardenlook samt Elvis-Locke.

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Galasitzung der IWK im Kolpinghaus Werne 2011

Für den derben Humor war Franz-Josef Bienentreu alias „Der Postbote“ zuständig. Seine politisch nicht immer ganz einwandfreien Gags trafen den Nerv der Narrenschar. So berichtete er von einem „Neger“ der mit seinem besten Stück Kokosnüsse zertrümmert und bezeichnete Aldi-Tüten als „die türkische Antwort auf Samsonite“. Des Weiteren teilte der Postbote in Zoten gegen Frauen aus: „Im Bier sind weibliche Hormone. Das merkste doch, wenne zu viel davon trinkst. Denn redeste dummes Zeug und Autofahren kannste auch nicht mehr.“ Seine Frau, so verriet er, werde jedoch artgerecht in der Küche gehalten.

Auch das Gesundheitssystem war vor dem Komiker nicht sicher. Die Fieberthermometer für Mund und den Po seien im Duisburger Krankenhaus angeblich nur am Geschmack zu unterscheiden. Die Ernährung erfolge dort übrigens rektal, wie er anschaulich erklärte. Seine Auszugsmelodie „Hoch auf dem gelben Wagen“ hob die Stimmung.

Eine Mixtur aus Comedy, Slapstick und Clownskunst zauberte William Mackenzie alias „Mr. Peabody“ auf die Bühne. Er ließ im Schottenrock die Peitsche knallen, jonglierte mit allerhand Bällen und holte jede Menge Kuriositäten aus seinem Koffer. Das Publikum hatte insbesondere an den spritzigen Kommentaren des Künstlers seine Freude: „Keine Sorge, ich bin Profi“, murmelte er – und ließ eine Machete fallen.

Einen weiteren humoristischen Höhepunkt setzte „Ne kölsche Köbes“, der Lustiges aus seinem Kölner Dasein als Kellner erzählte.

Den größten Anteil am Programm hatten die Tanzeinlagen. Neben der kleinen IWK-Garde unter der Leitung von Andrea Leismann und der großen IWK-Garde um Sarah-Jane Jücker boten die turbulente Dancing Fire Show und die Tanzgarde Grün-Weiß Hamm reichlich Abwechslung. Für die Musik sorgte die ABBA-Show, der Fanfarenzug Ruhrlandbühne Bochum sowie der Veranstaltungsservice Ferari aus Werne. ▪ leh

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