Schulzentrum: Kühlaggregat für heiße Tage wird eingebaut

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Die Steuerung der Lüftungsanlage steckte voller Tücken, die von den Wissenschaftlern mühsam ermittelt und abgestellt wurden. Ohne Kühlaggregat geht’s trotzdem nicht.

Werne - Mit den vorsorglich ausgewiesenen 150.000 Euro wird der Kommunalbetrieb Werne (KBW) bis Ende Mai in der Lüftungsanlage des Schulzentrums das gutachterlich empfohlene Kälteaggregat nachrüsten, damit sich das Gebäude an den heißesten Tagen nicht mehr so unangenehm aufheizen kann wie zuletzt beklagt.

So weit die Theorie. In der Praxis muss sich aber noch erweisen, wie erträglich sich die Innentemperaturen im Unterschied zu den Hitzegraden außen gestalten lassen. Das machte am Dienstag einige nervös in der Sitzung von Schul- und KBW-Ausschuss, die am Ende doch einhellig und mangels Alternativen dem Vorschlag folgten. Die Politik hätte von David Sauss vom Institut für Gebäude- und Solartechnik (IGS), am liebsten mit Brief und Siegel bekommen, dass die Kältemaschine die Lösung aller Probleme ist. Schließlich wurde dafür eine Simulation an der Uni Braunschweig in Auftrag gegeben.

Keine Vollklimatisierung

Scharfe Prognosen und Garantien für jede Wetterlage könne die aber nicht liefern, sagte der Wissenschaftler. Und: „Bei 36 Grad wird’s auch weiterhin hitzefrei geben.“ Die Studie bestätige aber, dass die Raumtemperatur durch die Vorkühlung über Nacht und an Wochenenden unter der Außentemperatur gehalten werden könne. Wie berichtet, hält sich bisher die Wärme in dem extrem isolierten Bau. Die maschinelle Kühlung soll dies ändern; eine volle Klimatisierung ist das aber nicht.

Hellhörig wurde unter anderem Schulleiter Hubertus Steiner, als Sauss ankündigte, dass die Anlage mit überholter Steuerung in der Praxis an heißen Tagen noch genauer eingestellt werden müsse. Der Fachmann und die KBW-Leitung besänftigten: Nach Einbau des Fernwartungsmoduls sei ein mittelbarer Eingriff möglich, das Institut habe zugesagt, für das längerfristige Monitoring zur Verfügung zu stehen.

Michael Peters (UWW) fragte erneut nach Regress. Doch die Aussichten, den Architekten für die Mehrkosten heranzuziehen, seien nicht gut, sagte KBW-Leiter Frank Adamietz dem WA. Zu diesem Ergebnis komme ein Rechtsanwalt in einer Stellungnahme, die er an die Fraktionen leiten werde.

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