Schulleiter Vogel verabschiedet: Dank für Engagement

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Rund 200 Gäste verfolgten am Donnerstag den Festakt zur Verabschiedung Dr. Jörgen Vogels (3.v.l.). Unser Bild zeigt ferner (v.l.) den Schulpflegschaftsvorsitzenden Dr. Michael Detering, den Leiter der Schulabteilung im Bischöflichen Generalvikariat, Dr. William Middendorf, Bürgermeister Lothar Christ, Jonathan Almus als Vertreter der Schülerschaft sowie den stellvertretenden Schulleiter Niels Hakenes.

Werne - Als engagierten Pädagogen mit feinsinnigem Humor und großer Kompetenz im Vermitteln beschrieben ihn die Redner, und alle waren sich einig: Dr. Jörgen Vogel hat das Gymnasium St. Christophorus nachhaltig geprägt. Nach fast 15 Jahren an der Spitze der Einrichtung wurde der allseits geschätzte Schulleiter am Donnerstagmorgen offiziell in den Ruhestand verabschiedet.

Dem etwa zweistündigen Festakt in der Pausenhalle der bischöflichen Schule ging eine Eucharistiefeier in der Pfarrkirche St. Christophorus voraus – geleitet von Generalvikar Norbert Kleyboldt. Für das Bischöfliche Generalvikariat sprach später auch dessen Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung, Dr. William Middendorf, Vogel seinen Dank aus.

„Leidenschaft bei der Leitung der Schule“

Der 65-Jährige sei eine Institution am St. Christophorus, gab Middendorf die Äußerung einer Elternvertreterin jüngst bei Gesprächen über die Nachfolge-Regelung wieder. Tatsächlich habe das Gymnasium unter seiner Führung eine „beachtliche Entwicklung“ vollzogen, betonte er und brachte exemplarisch die Einführung von Tagen religiöser Erziehung zur Sprache, den Aufbau der Schülergenossenschaft Vogelnest sowie die Profilierung als Europaschule.

Offizielle Verabschiedung von Dr.Jörgen Vogel

Zwar habe Vogel nicht alle Projekte selbst angestoßen und maßgeblich mitgestaltet, so doch ermöglicht und gefördert, lobte Middendorf. Dass das St. Christophorus heute so gut dastehe, sei „Verdienst vieler“, aber auch dem engagierten Einsatz Vogels zu verdanken. Dem scheidenden Rektor überreichte Middendorf nach „pflichterfülltem Dienst“ die Ruhestandsurkunde des Generalvikars.

„Leidenschaft“ bei der Leitung des St. Christophorus hatte zuvor bei der Begrüßung der rund als 200 geladenen Gäste der stellvertretende Schulleiter Niels Hakenes seinem „Chef“ attestiert. Nach Middendorfs Ansprache würdigte Bürgermeister Lothar Christ Vogels Wirken. Dieser habe sich mit großer Disziplin, viel Engagement und hohem persönlichen Einsatz den Respekt der Schulgemeinschaft sowie der gesamten Stadt Werne erarbeitet und übergebe seinem Nachfolger Thorsten Schröer ein „gut bestelltes Feld“.

„Ein Mann des klaren Wortes“

Mit seinem klaren und unverwechselbaren Profil sei das St. Christophorus ein selbstverständlicher Teil der hiesigen Bildungslandschaft, konstatierte Christ. Ausdrücklich lobte er die Bereitschaft zur Kooperation mit dem städtischen Anne-Frank-Gymnasium (AFG) etwa bei der Einrichtung von Leistungskursen. Es habe sich ein „gutes und intaktes Verhältnis“ zwischen den beiden Nachbarn entwickelt.

Davon konnte auch AFG-Leiter Heinz-Joachim Auferoth berichten, der in freundschaftlichem Ton Vogel als einen „Mann des klaren Wortes“ charakterisierte, der auch Probleme schonungslos angesprochen habe. Seine Beiträge in Sitzungen seien stets exzellent formuliert und sachlich fundiert gewesen – und oft auch mit trockenem Humor versehen. Dieser sei meist dann zutage getreten, wenn man es am wenigsten erwartet habe.

„Hohe Urteils- und Überzeugungskraft“

Hans-Dieter Kohnen, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Gymnasial-Schulleiter im Bistum, bescheinigte Vogel einen „hellen und kritischen Geist“ sowie eine hohe Urteils- und Überzeugungskraft. Für Dr. Michael Detering, der Vorsitzende der Schulpflegschaft, verbindet sich bei Vogel ein „großes Herz“ mit Disziplin, Autorität und großem Engagement. Vogel habe seinen Beruf immer als „Dienst am Menschen“ verstanden und könne mit seiner „wohlwollenden Weisheit vermitteln wie kein Zweiter“.

Dank und gute Wünsche für die Zukunft sprachen darüber hinaus auch Eckhard Rimpel vom „Verein der Freunde und Förderer“ aus, Miriam Böhm vom Verein „Alte Werner Gymnasiasten“, für die Schülerschaft die beiden Vertreter Marita Plaß und Jonathan Almus und Anne-Susanne Möllmann-Hay von der Mitarbeitervertretung der Schule.

Musikalisch mitgestaltet wurde der Festakt vom Kammerorchester der Schule (Leitung Rainer Schwarz) sowie mehreren Solisten. - am

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