Schüler erhalten beim Berufszirkel Überblick über Ausbildungsmöglichkeiten

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Gespräche auf Augenhöhe: Auszubildende oder junge Mitarbeiter der Unternehmen informierten die Jugendlichen.

Werne - Was mache ich, wenn ich das Abschlusszeugnis in der Tasche habe? Vor dieser Entscheidung stehen die Schüler der weiterführenden Schulen. Unterstützung gibt ihnen der Werner Berufszirkel, der am Donnerstag bereits zum 6. Mal im Kolpingsaal durchgeführt wurde.

22 Unternehmen beteiligten sich an der von der Wirtschaftsförderung der Stadt organisierten Veranstaltung und vermittelten Jugendlichen aller weiterführenden Schulen in Werne, wie vielfältig die Ausbildungsmöglichkeiten in ihrer Heimatstadt sind. 450 Schülerinnen und Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums, des St. Christophorus-Gymnasiums, der Marga-Spiegel-Schule und des Berufskollegs hatten Gelegenheit, sich zu informieren. Nicht nur im Gespräch, sondern auch beim praktischen Tun: An acht Stationen konnten sie selbst einige Handgriffe einüben, die zum Berufsfeld gehören. 

Angeleitet wurden sie überwiegend von Auszubildenden der Unternehmen – die Gespräche fanden also auf Augenhöhe statt. Aber auch Firmenchefs und Personalleiter waren an den Ständen anwesend. Erste Kontakte für ein späteres Praktikum oder vielleicht sogar einen Ausbildungsplatz wurden vor Ort geknüpft.

6.Werner Berufszirkel 

Und das macht nach Ansicht von Lehrer Marius Gregg, Berufskoordinator am Anne-Frank-Gymnasium, den besonderen Reiz des Werner Berufszirkels aus: „Es gibt hier keine Hemmschwellen, die unsere Schüler überwinden müssen“. Gregg war mit allen 9. Klassen in den Kolpingsaal gekommen, die er im Unterricht intensiv auf die Aktion vorbereitet hatte. Hilfestellung gab eine Broschüre, in der die Betriebe und die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten vorgestellt wurden. Die Schüler konnten schon im Vorfeld auswählen, welche Stationen sie besuchen möchten. Das hat auch Jonah Hülk getan. Der Neuntklässler des AFG hat zwar beim Rundlauf von Station zu Station seinen Traumberuf noch nicht gefunden, dafür aber einen guten Überblick erhalten. „Der Berufszirkel ist eine tolle Möglichkeit, sich zu informieren“. Dank seiner guten Vorbereitung habe er gezielt Berufe auswählen können, die in die engere Auswahl kommen.

Potenzielle Nachwuchskräfte

Auch Mitschülerin Lotta Wenzel hat sich vor dem Besuch des Berufszirkels gut informiert und war mit dem Ergebnis ihres Rundlaufs sehr zufrieden. Schwerpunkt waren das St. Christophorus-Krankenhaus und der Stand der Firma Stroetmann.

Zufrieden über die vielen Kontakte mit potenziellen Nachwuchskräften waren auch die beteiligten Unternehmen. „Der Berufszirkel ist eine gute Gelegenheit, mit Jugendlichen in Kontakt zu kommen und sie für eine Ausbildung zu gewinnen“, sagte Philipp Gärtner, Pressesprecher der Volksbank. Er freute sich, dass in seinem Haus Auszubildende beschäftigt sind, die über den Werner Berufszirkel den Weg zur Volksbank gefunden haben.

Kontakte knüpfen

Eine Resonanz, die vor allem die Leiterin der Wirtschaftsförderung, Carolin Brautlecht, freut. „Das ist natürlich der Optimalfall, wenn hier die Kontakte für eine spätere Ausbildung geknüpft werden“, sagte Brautlecht. Sie dankte den beteiligten Firmen, die sich aktiv und mit viel Kreativität an der Aktion beteiligen. „Die Unternehmen lassen sich jedes Jahr etwas neues einfallen, um die Schüler zu begeistern. Das kommt an und macht den besonderen Reiz dieser Veranstaltung aus.“

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