Dr. Scholle: Fracking hier nicht verantwortbar

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Dr. Manfred Scholle (oben) führte im fast voll besetzten Ratssaal aus, was für den Wasserversorger gegen Fracking spricht.. ▪

WERNE ▪ Mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für den Schutz der Trinkwasserressourcen hat der Vorstandsvorsitzende der Gelsenwasser AG, Dr. Manfred Scholle, heute Abend das Werner Diskussionsforum zu der umstrittenen Förderung der hiesigen Erdgasvorkommen eröffnet.

Er war mit dem Abteilungsdirektor der Bergbehörde bei der Bezirksregierung Arnsberg, Volker Milk, Gast der Sonderratssitzung, mit der Bürgermeister Lothar Christ dem wiederholten Wunsch nach einer Informationsveranstaltung zu dem Thema nachgekommen ist.

Gut 150 Zuhörer, darunter Vertreter der Bürgeriniative gegen Gasbohren (BIGG) und Düsbecke, waren mit den Fraktionen ins Alte Rathaus gekommen, um sich anzuhören, was der erklärte Fracking-Gegner Scholle und der Vertreter der Aufsichtsbehörde zu sagen hatten. Zeitnah, so Bürgermeister Christ, werde die Stadt auch den Unternehmen mit den Förderrechten an den hiesigen Feldern „Herbern-Gas“ und „Rudolf“ Gelegenheit geben, ihre Position darzulegen.

Scholle plädierte dafür, sich Zeit für eine sorgsame Abwägung von Nutzen und Risiken zu nehmen. „Dafür müssen jetzt alle Fragen auf den Tisch.“ Er sei, zumal Gelsenwasser auch Gasversorger ist, für die Nutzung heimischer Energiequelle. Doch wegen der Risiken für das Trinkwasser sei Gasgewinnung mit „Fracking“, dem Gesteinsaufbruch mit einem Wasser-Chemie-Cocktail, „in dieser dicht besiedelt Region nicht verantwortbar.“ ▪ bkr

Ein ausführlicher Bericht folgt

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