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Wiehagen- und Wienbrede-Fläche: Schnelle Veräußerung angestrebt

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Von: Jürgen Menke

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Das frühere Gebäude der Wiehagenschule wird seit Umzug der Schüler in den Neubau an der Stockumer Straße nicht mehr benötigt. Die Wohnungsbaugenossenschaft Lünen plant hier die Errichtung zweier Wohnhäuser. 14 der 28 Wohnungen sollen öffentlich gefördert werden. © Hillebrand

In die Nachnutzung von ehemaligen Schul-Standorten kommt weiter Bewegung. So werden in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung, Umwelt und Verkehr am Dienstag, 4. Februar (17.30 Uhr, Cafeteria des Stadthauses), die konkreten Pläne für das frühere Areal der Wiehagenschule an der Horster Straße vorgestellt.

Werne – Dabei geht es auch schon um die Vorbereitungen zur Veräußerung der Fläche. Ebenfalls wird über den Verkauf der Ex-Wienbredeschule an der Schulstraße beraten. Für dieses Projekt hatte die Stadt eine städtebauliche Studie erarbeiten und Ende 2019 präsentieren lassen. In beiden Fällen geht’s um Wohnbebauung. 

Wiehagen-Fläche 

Hier soll ein insgesamt 3800 Quadratmeter großes Areal entwickelt werden. Nicht einbezogen ist die Turnhalle, die vom Turnverein Werne 03 genutzt werden soll. Für das Grundstück an der Horster Straße hat die Wohnungsbaugenossenschaft Lünen bereits in der jüngsten nichtöffentlichen Sitzung des Planungsausschusses ein Konzept vorgelegt, das „sehr positiv“ aufgenommen worden sei, wie es in der Beschlussvorlage zur kommenden Sitzung heißt. 

Demnach sollen hier zwei Gebäude mit 28 Wohneinheiten errichtet werden. 14 Einheiten, also die Hälfte, sollen als öffentlich geförderte Wohnungen gebaut werden. Sobald die planerischen Vorarbeiten abgeschlossen seien, solle das Grundstück „möglichst bald“ veräußert werden, heißt es. So könnten die Bauarbeiten zeitnah starten. 

Wienbrede-Fläche 

Diese soll laut städtebaulicher Studie in zwei Stufen entwickelt werden: Zunächst stehen nach Abriss des Schulgebäudes rund 4250 Quadratmeter Bauland zur Verfügung, nach einem möglichen Rückbau der Turnhalle, der aber noch nicht vorgesehen ist, wären es weitere 2600. 

Das Konzept sieht bis zu 33 Wohneinheiten vor, davon zwei Drittel in Doppelhaushälften und giebelständigen Reihenhäusern und ein Drittel in einem dreigeschossigen Mehrfamilienhaus samt Staffelgeschoss an der Schulstraße. 

Nach der jüngsten Ausschusssitzung hatte es noch Beratungsbedarf etwa zu der Frage gegeben, wie viel geförderter Wohnraum im Mehrfamilienhaus geschaffen und ob dieses mit einer Tiefgarage versehen werden soll. 

Klima-Folgen 

In der Verwaltungsvorlage zu beiden Projekten sind auch die Auswirkungen auf das Klima dargestellt. Der Passus ist jeweils gleich formuliert. Zum einen wird darauf hingewiesen, dass größere bauliche Maßnahmen wegen ihres Flächen- und Ressourcenverbrauchs „generell mit negativen Auswirkungen auf das Klima“ verbunden seien. Zum anderen werden „klimaschonende“ Aspekte aufgeführt. 

Dazu zählt, dass keine neuen, noch unberührten Flächen überplant würden, dass der Baumbestand weitgehend erhalten bleibe, dass mit den Vorhaben Entsiegelungen von Flächen einhergingen und dass mit neuen energetischen Standards beim Bauen weniger Energie verbraucht werde. 

Erstmals überhaupt werden jetzt in Beschlussvorlagen der Stadtverwaltung Klima-Folgen benannt. Dies war eine Forderung des Rates, der das Thema Klimaschutz laut Beschluss bei seinen Überlegungen und Entscheidungen berücksichtigen will.

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