Der Umzug ist geschafft

Schluss mit Verzug und Verschieben: Wiehagenschule offziell eingeweiht

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Im Anschluss an den Festakt wurde direkt vor der neuen Wiehagenschule ein Baum gepflanzt: japanische Kirschblüte. Neben Schülern aus dem vierten Jahrgang griff auch Bürgermeister Lothar Christ zum Spaten.

Werne – Nach mehrmaliger Verschiebung des Einzugs wegen baulicher Verzögerungen wurde am Samstag das neue Gebäude der Wiehagenschule an der Stockumer Straße offiziell eingeweiht. Eine interne Feier mit Schülern und Eltern hatte es schon vor einigen Tagen mit einem Herbstsingen gegeben.

„Das hier ist unser neuer Lern- und Lebensort“, begrüßte Schulleiterin Klaudia Funk-Bögershausen die Gäste. Seit Jahren hatte sie gemeinsam mit der Stadt als Trägerin der Schule, mit Architekt Professor Klaus Legner, mit Eltern und Lehrern geplant und Ideen gesammelt. Unzählige Telefonate, Sitzungen und Nerven später konnten sie und das Kollegium im Oktober mit dem Unterricht im neuen Gebäude beginnen.

Den Festakt am Samstag nutzte die Schulleiterin, um allen Beteiligten zu danken: „Schule lebt von Menschen, die Schule machen.“ Das Team aus knapp 60 Mitstreitern habe viel geleistet, auch über das normale Engagement hinaus. In den Herbstferien hatten die Freiwilligen geholfen, den Umzug zu vollziehen, damit die Kinder am ersten Schultag nach den Ferien in dem neuen Gebäude begrüßt werden konnten. Und das habe sich gelohnt: „Ich durfte in meiner ganzen Dienstzeit noch nie so viele strahlende Augen sehen“, erzählte Funk-Bögershausen.

Einweihung der  Wiehagenschule

Gleichzeitig nutzte sie die Gelegenheit, weitere Wünsche zu formulieren und den Politikern mit auf den Weg zu geben, denn Luft nach oben sei noch immer da. Hierbei bezog sie sich auf die Verkehrssicherheit vor der Schule, auf die Digitalisierung und die Möglichkeit zur Medienerziehung sowie eine noch fehlende Bühne.

Bürgermeister Christ lobt Ergebnis

Wernes Bürgermeister Lothar Christ betonte die große Bedeutung des Neubaus für die Schulgemeinschaft. Nach einem langen Weg und dem Spagat zwischen zwei Ex-Standorten (Horster Straße und Schulstraße) sei die Freude nun „immens“. Die Schulgemeinde habe dieses tolle Gebäude redlich verdient, so Christ. Hier sei genügend Platz zum Lernen und Spielen, es gebe Möglichkeiten für Differenzierungen im Unterricht, durch die vielen Fenster sei ein Lernen bei gutem Tageslicht möglich.

Mit Kosten von 10,5 Millionen Euro sei der Bau etwas teurer geworden als geplant, aber Christ zeigte sich auch angesichts einer Mensa, in der frisch gekocht werden kann, und einer durchgängigen Barrierefreiheit überzeugt, dass das Geld gut angelegt ist: „Lassen Sie uns auch weiter in Bildung investieren“, meinte er.

Gäste gratulieren zum Neubau

Andrea Plaß, Vorsitzende der Elternpflegschaft, lobte die Zusammenarbeit von Politik, Schule und Eltern. Bei der Planung seien sie beteiligt und immer auf dem neuesten Stand gewesen. „So wurde der Schulbau auch unser Schulbau.“ Gemeinsam mit weiteren Elternvertretern und Vertretern des Fördervereins überreichte sie als Dankeschön an die Lehrer je eine Tasse mit dem Logo der Schule. Das Lob blieb nicht einseitig: „Es ist toll, mit Ihnen zusammenzuarbeiten“, betonte Funk-Bögershausen in Richtung Elternschaft.

Die Ausschussvorsitzenden Benedikt Striepens (Schule) und Lars Hübchen (KBW) sowie Schulamtsdirektorin Bettina Riskop gratulierten ebenfalls zu dem neuen Schulgebäude und wünschten für die Zukunft alles Gute. Pfarrdechant Jürgen Schäfer (St. Christophorus) und Pfarrer Alexander Meese (Evangelische Kirchengemeinde Werne) nutzten die Gelegenheit, dem neuen Schulgebäude den christlichen Segen zu geben.

Zwischen den Reden gestalteten Schüler der vierten Klasse der Grundschule ein buntes Programm. Mit Trommeln und anderen Orff-Instrumenten wurde ebenso Musik gemacht wie mit der Stimme und der Querflöte. Beim Sockentheater und einer szenischen Darbietung wurde die Freude der Schüler über ihr neues Zuhause deutlich. Zwei Schülerinnen der 4b ergriffen ebenfalls das Wort: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt“, sagten sie.

Im Anschluss an eine symbolische Schlüsselübergabe und die Pflanzung eines japanischen Kirschblütenbaums gab es einen Imbiss in der Mensa und die Möglichkeit, die neuen Räumlichkeiten näher zu betrachten. Auch die hiesigen Bundes- und Landtagsabgeordneten waren der Einladung gefolgt.

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