Große Plakate

Schilder in Werner Geschäften: Das steckt hinter der Aktion an der Steinstraße

Im Modehaus Kroes am Markt in Werne machen Schilder darauf aufmerksam, wie viel Plastik der Mensch in seinen Körper aufnimmt.
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Im Modehaus Kroes am Markt in Werne machen Schilder darauf aufmerksam, wie viel Plastik der Mensch in seinen Körper aufnimmt.

Seit Montagabend zieren große Plakate zehn Schaufenster entlang der Steinstraße. Diese sollen auf den Klimaschutz und Umweltverschmutzung hinweisen. Und Tipps zum Umdenken geben. Wir verraten, was dahinter steckt.

Werne - Wussten Sie, dass der Mensch in einer Woche einen ganzen Plastikkugelschreiber isst? Oder, dass Menschen im Globalen Süden - den ärmeren Ländern dieser Welt - besonders stark vom Klimawandel betroffen sind? Ganze Inseln versinken im Meer. Was der Mensch der Natur antut, aber auch, was er ihr Gutes tun kann, darüber klären seit Montagabend (5. Juli) bis zum 27. Juli 14 Schilder in zehn Geschäften entlang der Steinstraße auf.

Hinter der Aktion steckt die Jugendhilfe Werne, deren zehn Kitas und 26 Wohngruppen 2019 und 2020 das Projekt „Unsere grüne Erde“ umgesetzt und damit den Westenergie-Klimaschutzpreis 2020 gewonnen haben. Das hat die Jugendhilfe zum Anlass genommen, die bei dem Projekt entstandenen Ideen in die Schaufenster der Steinstraße zu tragen. „Mit Umweltthemen wie bedrohte Tierarten, Waldsterben, Müll im Meer oder Plastik überall wollen wir Impulse und Ideen zum Schutz unserer grünen Erde allen mit auf den Weg geben. Außerdem bietet die Ausstellung vertiefende Details zur Klimakatastrophe und der Umweltverschmutzung an“, so die Jugendhilfe Werne.

Hinter dem Projekt stehen die Jugendhilfe Werne und die 10 Kitas und 26 Wohngruppen des Trägers.

Start ist bei caro, das Ende bei der St.-Christophorus-Apotheke

Den Anfang macht das Modegeschäft caro an der Ecke Markt/Am Neutor. Von da aus verteilen sich die Aufsteller der Jugendhilfe entlang der Fußgängerzone bis zur St.-Christophorus-Apotheke, wo auf die Interessierten ein Quiz über die gesamte Aktion wartet. Es empfiehlt sich also, die Spazier-Ausstellung ab Am Neutor zu starten.

Die Ausstellung soll ein Impuls zum Umdenken sein, sagt Ana Heske von der Öffentlichkeitsarbeit der Jugendhilfe Werne. Sie sollen den Betrachtern einen Gedankenanstoß dazu geben, ihre eigenen Lebensgewohnheiten zu überdenken. Etwa wie man Plastik vermeidet, Müll spart und den ein oder anderen Weg auch mal zu Fuß absolviert.

Bei Peacock in Werne geben die Schilder dem Besucher Basteltipps mit auf den Weg.

Der hausinterne Wettbewerb der Jugendhilfe Werne findet seit 2013 jedes Jahr statt. Beim Wettbewerb zu „Unsere grüne Erde“ sind laut der Jugendhilfe Werne Videos, Plakate, Berichte und Nachrichtensendungen entstanden. „Wir haben Saatkugeln hergestellt und Insektenhotels gebaut“, sagt Merle Berger von den Internen Diensten. Eine Wohngruppe habe sogar einen 150-seitigen Bericht geschrieben, nachdem sie ihre Lebensweise möglichst umweltverträglich umgestaltet hatte, so Heske.

Der diesjährige Wettbewerb befasst sich mit dem Thema „Abenteuer*innen gesucht“. Darin geht es darum, dass sich die Kinder und Jugendlichen der Jugendhilfe Werne damit auseinandersetzen, auch im Alltag sogenannte „Mikroabenteuer“ zu erleben - barfuß im Regen gehen zum Beispiel. Es müsse nicht immer der dreitätige Ausflug in den Wald sein. Erleben könne man Abenteuer jeden Tag, so Berger.

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