Ein Korn wie Werne

Sanft wie das Münsterland, rau wie der Pott: Ein Korn symbolisiert Werne

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Der Münster-Pott-Länder soll beide Seiten Wernes symbolisieren: das Münsterland und den Ruhrpott. Die Idee dazu hatte Georg Schlomberg, Filialleiter bei Rewe Symalla im Horne-Center.

Werne – Lieblich wie das Münsterland, lebendig wie der Ruhrpott – so könnte sich der Werneraner beschreiben, liegt doch seine Heimat wie ein Bindeglied zwischen den zwei Welten. Ein bisschen von beidem, das soll auch der Münster-Pott-Länder vereinen. Ein Roggenkornbrand mit Werner Symbolik – in der Lippestadt gebrannt und nur bei Rewe Symalla im Horne-Center erhältlich.

Die Idee hatte Filialleiter Georg Schlomberg, hergestellt wurde der Kornbrand von der Brennerei Ehringhausen in Werne. Georg Glitz-Ehringhausen hat das glasklare Korndestillat auf Roggen- und Malzbasis in Rumfässer aus Jamaika ausgebaut. „Die Fässer wurden in Kentucky gebaut, wo zunächst Bourbon Whiskey für vier Jahre in den Fässern reifte“, erklärt Glitz-Ehringhausen. 

Danach wurden die Weißeiche-Fässer nach Jamaika verkauft, wo sie gut 15 Jahre mit Rum belegt waren. Die leeren Fässer wanderten weiter nach Werne – und schenken dem Münster-Pott-Länder seine besondere Note. „Das Korndestillat nimmt das Aroma des Fasses an“, erklärt Glitz-Ehringhausen. 

Eleganz des Münsterlandes und raue Industriekultur des Potts

Daher vereine der Münster-Pott-Länder eine süßlich-rosinige Note mit einem rauchigen Abgang: die Eleganz des Münsterlandes und die raue Industriekultur des Potts. „Man braucht nicht viel von dem Korn“, weiß Schlomberg. „Der Geschmack bleibt lange im Mund.“ 

Das Etikett ist vom Rewe-Team in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum entworfen worden. Es zeigt neben dem Namen auch ein bekanntes Werner Wahrzeichen: den Bauern auf dem Roggenmarkt. 

Liebliche Altstadt und eine Zeche

Dreht man die Flasche, erklären zwei kurze Texte die Verbundenheit der Lippestadt mit dem Münsterland und dem Ruhrgebiet. „Jahrhundertelang gehörte Werne zum Bistum Münster. Es verteidigte das Land des Fürstbischofs gegen Feinde südlich der Lippe und war wichtiger Knotenpunkt auf der Strecke zwischen Köln und Münster“, beginnt die Erläuterung der münsterländischen Verbindung. Dadurch habe der kleine Ort wichtige Stadtrechte erlangt, Ackerbürger und Handwerker prägten „die liebliche Altstadt“. 

Auf der anderen Seite heißt es: „Der Anstich der Zeche Werne 1899 beförderte die Stadt in die Moderne.“ Der Rauch des neuen Zeitalters habe die Stadt mit der Lebendigkeit des Ruhrgebiets verbunden. 

Auf dem Etikett des Münster-Pott-Länders erklären kurze Texte die Idee hinter dem Kornbrand für Werne. Der Roggenkornbrand ist abgefüllt in 500 Milliliter-Flaschen und hat 35 Prozent Alkoholgehalt. Er kostet 39,99 Euro.

Der Münster-Pott-Länder ist bislang auf 218 Flaschen limitiert. „Gut die Hälfte ist jetzt verkauft“, sagt Schlomberg. Bisher seien alle von dem Werne-Korn begeistert. Was Schlomberg dazu bewegt, sehr wahrscheinlich eine weitere Auflage des Münster-Pott-Länders in den Verkauf zu bringen. 

Da der Rewe im Horne-Center kein Regiemarkt, sondern ein von Christian Symalla als selbstständiger Kaufmann geführter Partnermarkt, habe die Filiale viel Spielraum, selbstständig Produkte einzukaufen, erklärt Schlomberg. „Wenn wir ein Produkt gut finden, können wir das ein- und dann verkaufen.“

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