Romantischer Advent in der Freilichtbühne

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Mit Kunstschnee sorgte die Freilichtbühne am Samstag für romantische Stimmung auf dem Adventsmarkt. 

Werne - Das Thermometer pendelte sich am Samstag knapp über null Grad ein. Auch Sonntag ist es knackig kalt. Es herrscht also genau die richtige Temperatur, um auf dem 19. Adventsmarkt der Freilichtbühne Werne einige belebende Heißgetränke zu genießen.

Am Sonntag rieselten dazu ein paar Flocken vom Himmel, während die Bühnenhelfer am Samstag noch auf eine Ladung Kunstschnee gesetzt hatten.  „Das Wetter ist weitgehend trocken, das ist das Wichtigste für uns“, sagte der zweite Geschäftsführer Thorsten Maß. Er schätzte, dass an beiden Tagen am Ende zwischen 15 000 und 20 000 Besucher in die Freilichtbühne kommen. 

Dabei steigt die Zahl der Menschen wie immer mit dem fortschreitenden Grad der Dunkelheit. Die romantische Illumination der Bäume rund um die Bühne und die mit Lichterketten geschmückten Holzhütten erwiesen sich einmal mehr als Zugpferd. 

Romantische Stimmung

Auf der weitläufigen Anlage konnten sich die Menschenmassen gut zerstreuen. Recht gedrängt war es oberhalb der Bühne, wo freiwillige Helfer Würstchen brieten und Waffeln backten. Außerdem gab es hier viele Stände mit besagten Heißgetränken. 

Auch musikalisch wurden die Menschen in weihnachtliche Stimmung versetzt: vom Bläsercorps Werne, von Chor und Orchester des St. Christophorus-Gymnasiums sowie von Kindern und Jugendlichen der Freilichtbühne. Im Bühnenrund und hinter den Kulissen verführten Stände mit Weihnachtsdeko und Handwerksarbeiten zum Bummeln, Stöbern und Kaufen. 

Adventsmarkt in der Freilichtbühne

Helmut Neumann gehörte zu denjenigen, die zum ersten Mal ihre Artikel auf dem Freilichtbühnen-Markt anboten: Skulpturen aus Treibholz oder Edelhölzern, verarbeitet mit Kupfer, Glas oder Aluminium. „Ich mache das schon lange als Hobby“, erzählte er. „Irgendwann ist es aber so viel geworden, dass ich schauen wollte, ob ich etwas verkaufen kann.“ Neumann fragte kurzfristig beim Organisationsteam der Bühne nach einem Stand auf dem Markt – und hatte Glück. Er hofft, mit seinen Arbeiten wieder ein Interesse an Handwerkskunst und hochwertigen Materialien zu wecken. „Das ist in unserer Zeit etwas verloren gegangen.“ 

Rotary Club stellt Gutscheinheft vor 

Zum ersten Mal auf dem Adventsmarkt standen auch Mitglieder des Rotary Clubs Lünen-Werne. Sie warben für ihr Gutscheinheft: Das Heft gibt es gegen eine Spende von mindestens 20 Euro und bietet Gutscheine und Rabatte von Unternehmen aus der Region. Insgesamt lassen sich über 1 000 Euro sparen. Mit dem Erlös unterstützen die Rotarier Kinder- und Jugendprojekte auch in Werne.

Extra für Kinder hatte sich das Team der Freilichtbühne etwas Neues einfallen lassen und Jana Raabe mit ihrem Puppenspiel engagiert. Dazu lud Raabe die Kinder ins mollig warme rechte Bühnenhaus. Dort konnte sich jedes Kind eine Puppe aussuchen und mitspielen. „Ein Grundgerüst für die Geschichten habe ich im Kopf, der Rest entsteht spontan, abhängig von der Reaktion der Kinder und den Puppen, die sie sich aussuchen“, erklärte Raabe. 123 Puppen hat sie in ihrem Fundus, 50 davon brachte sie mit nach Werne. 

Rund 100 Helfer packen mit an

Während sich Kinder und Erwachsene vom Adventsmarkt verzaubern ließen, sorgten an die 100 Helfer der Freilichtbühne für einen reibungslosen Ablauf. „Es helfen auch viele Familien von Kindern mit, die im Sommer bei uns mitgespielt haben“, berichtet Thorsten Maß. Zum Beispiel in der Cafeteria, wo fast durchweg Hochbetrieb herrschte. 

Der Erlös aus dem Adventsmarkt fließt in die Arbeit der Bühne. Die Vorbereitungen für den Markt laufen, seit die Spielsaison im September endete. Wenn die Marktbuden abgebaut sind, starten die Vorbereitungen für die Saison. Maß: „Nach dem Adventsmarkt ist vor der Saison, bei uns ist das ganze Jahr Betrieb.“

Der Adventsmarkt ist am Sonntag, 3. Dezember, bis 20 Uhr geöffnet.

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