Ein Roboter aus Lego

Markus Fleige und Marah Engels präsentierten den Schülern ihre selbstgebauten Lego-Roboter. ▪
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Markus Fleige und Marah Engels präsentierten den Schülern ihre selbstgebauten Lego-Roboter. ▪

WERNE ▪ Die Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums hatten am Donnerstagabend einen echten Weltmeister zu Gast. Markus Fleige aus Fröndenberg fuhr im vergangenen Jahr mit seinem Team bei der Endausscheidung der First Lego League (FLL) in Taiwan den Sieg ein. Sein selbst gebauter und programmierter Roboter aus Lego sicherte ihm den begehrten Titel und einen Lego-Pokal.

Der 21-jährige Tüftler nahm als Schüler an über 20 Roboterwettbewerben teil. Seine Leidenschaft für die Legosteine führte ihn dabei auch zu internationalen Ausscheidungen nach Norwegen und in die USA. Inzwischen studiert er Wirtschaftsinformatik in Dortmund und möchte nach dem Studium gerne für den dänischen Spielzeughersteller arbeiten.

Am Donnerstag referierte Fleige im Musikraum des Gymnasiums über sein ungewöhnliches Hobby. Der Kontakt nach Werne kam durch Stefan Leutloff, dessen Tochter in Werne zur Schule geht, zustande. Sein Unternehmen sponserte Markus Fleige und sein Team auf dem Weg zur Weltmeisterschaft. So erfuhr auch Schulleiter Heinz-Joachim Auferoth von dem unglaublichen Erfolg der Roboter-AG und lud den amtierenden Lego-Weltmeister nach Werne ein.

Was die Faszination genau ausmacht, erläuterte Fleige im Rahmen eines kurzen Vortrages. „Die Roboter werden nicht ferngesteuert. Sie haben einen Computerchip als Herzstück und sollen sich mithilfe der Programmierung möglichst autonom bewegen“, erklärte er. Bei Wettbewerben gelte es auf einem zuvor festgelegten Spielfeld unter Zeitdruck bestimmte Aufgaben zu erfüllen. „Die Roboter sollen beispielsweise Kurven fahren oder Sachen greifen“, erläuterte Fleige. Darüber hinaus ist jede Vorführung eines Roboters mit einem wissenschaftlichen Thema verknüpft. Der Vortrag der Teilnehmer wird von einer Jury bewertet, machte der 21-Jährige deutlich.

Selbstverständlich kam am Donnerstag neben der Theorie auch die Praxis nicht zu kurz. Dabei assistierte dem Lego-Weltmeister seine Bastel-Kollegin Marah Engels. Die beiden zeigten wie die Programmierung der kleinen Roboter am Computer funktioniert und schickten die kleinen Lego-Maschinen anschließend über ein Spielfeld.

„Es geht spielend leicht, aber es ist kein Spielzeug“, betonte Fleige im Rahmen der Demonstration. Dass so ein Roboter jedoch nicht immer ganz reibungslos funktioniert, merkte er zuletzt bei einem Wettkampf. „Plötzlich bewegte sich nichts mehr. Wenn das passiert, dann ist man sehr ratlos“, plauderte er aus dem Nähkästchen.

Doch im Anne-Frank-Gymnasium ging alles glatt und das überzeugte auch Informatik-, Physik- und Mathelehrer Maik Bäumer, der sich kurzum eine Lego-AG in Werne wünschte. „Die MINT-Fächer würden davon profitieren“, sagte er. Am Interesse der Schüler mangelt es jedenfalls nicht. Alles was zur Realisierung noch fehlt, sind Sponsoren, denn die notwenige Basisausrüstung für einen Roboter beträgt schnell über 300 Euro. ▪ leh

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