Doppeldrehkreuz "steht" in den Startlöchern

Reparaturen beim ersten Großputz: Einblicke in die To-do's im Solebad

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Unterm Hubboden im Multifunktionsbecken standen Reinigungsarbeiten an.

Werne - 191 Tage nach der Eröffnung sind die Handwerker im Solebad zurück. Nicht, dass am neuen Werner Aushängeschild schon viel im Argen läge, aber wie zuvor im alten Bad nutzt der Betrieb die Beschränkung durch den Sim-Jü-Trubel auf dem Parkplatz Am Hagen zum Großreinemachen – und lässt bei dieser Gelegenheit auch erledigen, was nach der ersten Bewährung im Alltag repariert oder nachgebessert werden muss.

Dabei steht die Erweiterung des Drehkreuzes im Übergang Umkleiden/Hallenbad zum Solebereich als wichtigste Änderung und Kostenpunkt um die 50.000 Euro obenan. Gut 116.000 Mal hat sich die Schranke zum Soletarif seit dem 13. April gedreht, wie die Geschäftsführer Jürgen Thöne und Frank Gründken erläuterten: „Wir hatten bisher 145.000 Gästen, davon haben 80 Prozent die Sole genutzt“, so Thöne. 

In den Spitzenzeiten hatten sich daher Schlangen vor der Anlage gebildet, die von den Planern über den Hersteller der Anlage bis zum Bad-Team so keiner erwartet hätte. „Wir haben mit 200.000 Besuchern jährlich gerechnet, aber die verteilen sich nun mal nicht gleichmäßig. An Feier- und Sonntagen ist es manchmal eng geworden“, berichtete Gründken. „Bei 1700 Gästen am Tag ohne Freibad sind wir voll“, ergänzte Thöne. „Oder wenn zeitgleich 700 Gäste im Bad sind.“ Im Sommer waren 2600 Tagesgäste der bisherige Spitzenwert. 

Das neue Doppeldrehkreuz soll für weniger Stau am Übergang zu Sole sorgen. Hier präsentiert von Badleiter Jürgen Thöne.

Damit der Übergang zur Sole dem Badespaß nicht länger im Weg steht, wird das einzelne Drehkreuz durch ein doppeltes ersetzt, das über ein Tor auch einen barrierefreien Zugang gewährt. Nach der Demontage und dem Abbruch der Trennwand wuseln im neuen Durchgang gerade Handwerker von drei Gewerken durcheinander, um die Deckenverkleidung anzupassen, Kabel zu verlegen, die Installation des Geräts vorzubereiten und alles wieder unter Putz und Fliesen verschwinden zu lassen. 

Draußen soll es noch einen zusätzlichen Übergang vom Freibad zum Solebecken geben. „Da sind wir aber nicht auf die Schließung zur Grundreinigung angewiesen“, sagte Thöne. „Das erledigen wir bis zum Beginn der Freibadsaison im laufenden Betrieb.“ 

Ein kleinerer Fliesenschaden muss behoben werden.

Unter die Gewährleistung fällt die Reparatur eines kleineren Fliesenschadens an den Sprudelliegen im trocken gelegten Solebecken. Während das Bad-Team die Anlage reinigt, müssen Fliesenleger und Hersteller der Einbauten herausbekommen, wie es zu den Rissen kam und nachbessern. Bei der Reinigung des Multifunktionsbeckens muss der Hersteller des Hubbodens noch einmal ran. 

Die Gewindeachse, mit der die Scheren bewegt werden, um den Boden zu heben oder senken, waren so üppig mit Schmierfett bedacht worden, dass sich Rückstände am Boden sammelten und den Reinigungsroboter verstopften. „Das Phänomen zeigt sich auch bei Hubboden im Sportbecken. 

Unterm Hubboden im Multifunktionsbecken reinigt Schwimmmeisterin Svenja Bienert die Scherenanlagen.

Dort nehmen wir die Revision aber erst im kommenden Jahr vor. Bis dahin kann das so bleiben“, so Badleiter Thöne. Für die Gäste bestünden keine Einschränkungen. „Außerdem setzen wir kontinuierlich pro Gast 30 Liter Frischwasser zu. Das bedeutet einen Komplettaustausch alle fünf Wochen.“ Damit auch alles andere weiter einen blitzsauberen Eindruck macht, schrubbt und wienert das Badpersonal seit Montag. 

Zudem werden dort, wo es sechs Monate nach der Eröffnung sinnvoll erscheint, erste Wartungen vorgenommen. Für diese regelmäßigen Arbeiten sind jährlich gut 70.000 Euro im Budget. Den übrigen Aufwand beziffert Thöne mit weniger als  000 Euro.

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