Neue Marktmeisterin, neuer Festwirt

"Rekordverdächtiger Samstag": Lob von allen Seiten für Sim-Jü 2019

+
Der diesjährige Sim-Jü-Samstag sei rekordverdächtig gewesen, sagt Patrick Arens, Vizepräsident des Bundesverbands Deutscher Schausteller. Alle Beteiligten ziehen ein durchweg positives Fazit am Ende des viertägigen Volksfestes.

Werne – Sim-Jü 2019 ist schon wieder vorbei. Dennoch dürfte die Veranstaltung als eine der erfolgreichsten in die lange Geschichte der Kirmes eingehen.

 „Es war super. So viele Menschen habe ich noch nie auf der Kirmes gesehen. Das Wetter war für diese Jahreszeit bombastisch, denn wir hatten ja nicht einen Tropfen Regen“, bilanzierte die neue Marktmeisterin Alina Mertens am Mittwoch. Da mit dem Wetter die Voraussetzungen für ein gelungenes Volksfest gegeben waren, überrascht die Bilanz der Schausteller nicht. 

„Alle, mit denen ich gesprochen habe, waren durchweg zufrieden. Das macht auch mich glücklich, denn ohne die Schausteller funktioniert das Ganze nicht. Dazu war es eine ruhige Veranstaltung ohne große Schlägereien und Körperverletzungen“, sagte Mertens. 

Patrick Arens, Vizepräsident des Bundesverbands Deutscher Schausteller, zog ebenfalls eine Top-Bilanz: „Das war eine rekordverdächtige Sim-Jü. Samstag und Sonntag waren sehr starke Tage, der Montagabend und der Dienstag waren ebenfalls gut.“ Die Kollegen seinen durch die Reihe sehr zufrieden mit ihren Ergebnissen gewesen – egal ob großes Fahrgeschäft oder kleiner Imbiss. Auch die neue Marktleiterin lobte der Kirmesexperte. „Die hatte sich schon gut eingearbeitet, sodass das ein völlig nahtloser Übergang war“. 

Sim-Jü am Eröffnungssamstag

Sein Debüt auf der Sim-Jü feierte der neue Festwirt Peter Böseler, der zufrieden auf die vier arbeitsintensiven Tage zurückblickte. Wie angekündigt, war seine Festhalle kein Bayernzelt. „Ich habe mich bewusst mit einem modernen Konzept beworben, mit dem ich für alle jungen und älteren Besucher etwas bieten möchte und das ist wohl gelungen. Für das erste Mal war das völlig in Ordnung.“ 

Am Samstagabend war das Festzelt zwischenzeitlich für rund 90 Minuten wegen des übergroßen Andrangs geschlossen worden. Besucher, die dann in diesem Zeitfenster die Toilette außerhalb des Zeltes besuchten, kamen nicht mehr in das Zelt. An allen anderen Abenden sei dies nicht mehr vorgekommen, so der Betreiber gestern. 

Für das nächste Jahr will er eine Möglichkeit ausarbeiten, die es verhindern soll, dass bei vollem Haus Gäste nach der Toilettenbenutzung nicht mehr ins Zelt kommen. „Es wird wahrscheinlich eine Toilette geben, die nur von Gästen aus dem Zelt zu betreten sein wird“, kündigte Böseler an. Dazu wird das Zelt 2020 wohl ein paar Meter weiter nach hinten rücken, damit es auf dem Vorplatz mehr Platz für Besucher gibt. 

Der Sim-Jü-Montag

Die Premiere als Marktmeisterin war für Alina Mertens trotz des Lobs von allen Seiten auch schmerzhaft. Schon in der Woche vor dem Aufbau der Sim-Jü hatte sich die 28-Jährige einen Bänderriss zugezogen und war so mit Schiene auf dem Fest unterwegs. „Ich habe natürlich versucht, den Fuß ruhig zu halten, aber das funktioniert auf der Kirmes nicht, da läuft man schon machen Kilometer.“ Das wirkt nach. „Ich muss jetzt, so gut es geht, den Fuß hochlegen und ihn ruhig halten. Es kann nur besser werden.“ 

Auch für ihren Vorgänger Jürgen Menke hatte der Besuch der Kirmes Folgen – der 63-Jährige erlitt am Sonntagabend einen Hörsturz. „Der alte Marktmeister ist ausgerechnet bei seiner letzten Veranstaltung krank geworden“, berichtete er am Mittwoch. So gesehen war seine Nachfolgerin anders als geplant an den beiden letzten Sim-Jü-Tagen auf sich allein gestellt. „Sie hat das Ganze sehr gut über die Bühne gebracht“, lobte der langjährige Marktmeister.

Lesen Sie auch:

Ansturm auf den Kram- und Viehmarkt bei Traumwetter

Kinderfreifahrt und Fußballspiel am Sim-Jü-Freitag

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare