Merkwürdiger Alarm in Werne

Feuerwehr wird zu Stroetmann gerufen - doch findet kein Feuer

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[Update] Werne - Nächtlicher Brandalarm an der Capeller Straße: Mit einem Großaufgebot ist die Feuerwehr in Werne zu einem Brand in der Tiefkühlanlage von L. Stroetmann gerufen worden. Mitarbeiter sahen Rauch, eine Person klagte über Atembeschwerden. Doch das Feuer suchten die Rettungskräfte erfolglos.

Um 3.10 Uhr am Montagmorgen wurden der Löschzug 1 Stadtmitte und die Löschgruppe 4 aus Holthausen zu dem Lebensmittel-Großhändler in die Capeller Straße in Werne gerufen. 

"Als wir ankamen waberter ein weißer Nebel unter der Decke", erklärte Wehrführer Thomas Temmann. 

Die Feuerwehr kam mit einem Großaufgebot, rund 31 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren mit sieben Fahrzeugen vor Ort, dazu kamen der Rettungsdienst und ein Notarzt, sowie eine Polizeistreife. Nach 50 Minuten war der Einsatz jedoch bereits beendet. 

Bei einem Alarm in so einer großen Firma würden die Einsatzkräfte lieber mit zu vielen Feuerwehrleuten anrücken, als zu wenigen, sagte Temmann.

Mitarbeiter sehen Rauch

Die Mitarbeiter der Firma berichteten von Rauch an der Decke der Tiefkühlanlage gegeben, der Brandalarm sei jedoch nicht ausgelöst worden.

Eine Person gab an, den vermeintlichen Brandrauch eingeatmet zu haben und klagte über Atembeschwerden. Sie wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Ein Grund zu Beunruhigung bestehe aber nicht, sagte Temmann.

Untersuchung bringt kein Ergebnis

"Es hat aber definitiv nicht gebrannt", verneinte Temmann den Anfangsverdacht. "Der Vorfall ist noch ein bisschen unerklärlich", sagte der Wehrführer, "aber wir haben mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln versucht, die Ursache festzustellen." 

Die Feuerwehr untersuchte mithilfe einer Wärmebildkamera das Kühlhaus, um das Feuer zu finden - doch die Untersuchung brachte kein Ergebnis. 

Störung in der Kühlanlage?

"Aufgrund dieser Tatsache wurde von einem Fehlalarm beziehungsweise von einer Störung in der Kühlanlage ausgegangen", meinte die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte stellten auch keine giftigen Gase fest. Vermutlich ist lediglich Kühlflüssigkeit ausgetreten, sagte eine Polizeisprecherin.

Die Firma lüftete nun die Halle und wird die Kühlanlage durch Techniker überprüfen lassen. Die Ursachenforschung geht weiter.

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