"Ackerfläche" ist künftig keine Option

Umstrittene Umleitung ist weg: Lippebrücke für Radfahrer wieder frei

+
Absperrung ist weg: Der Radweg führt wieder direkt an der Baustelle vorbei.

Werne/Bergkamen - Die Radweg-Umleitung an der Lippebrücke nach Rünthe hatte unter Spaziergängern und Radfahrern unlängst für Ärger gesorgt. Nun hat die Stadt reagiert: Jetzt führt der Weg wieder direkt an der Baustelle vorbei.

Dass Radfahrer dort irgendwann wieder auf den Schotterweg am Zechengelände ausweichen müssen, schließt die Stadt auf Nachfrage aus. Die Umleitung, die am Zechengelände vorbei auf der rechten Seite entlang der Flöz-Zollverein-Straße über einen Trampelpfad führte, ist (vorerst) Geschichte. Radfahrer hatten zuletzt noch Kritik an der Regelung geübt (wir berichteten). 

Sie vermuteten dort Stolperfallen. Zusätzlich zu den sicherheitstechnischen Bedenken wurden auch die hygienischen Zustände angeprangert (laut eines Spaziergängers verrichten Lkw-Fahrer am Wegesrand ihr großes Geschäft). 

Die Stadt reagierte darauf und erklärte noch vor einigen Wochen, dass man von der Problematik Notiz genommen habe und nach einer neuen Lösung suchen werde. Das Problem ist jetzt allerdings vorübergehend vom Tisch. Die Verkehrssituation an der Lippebrücke hat sich entspannt. Alle Absperrungen wurden entfernt. Seit knapp zwei Wochen führt der Radweg wieder über die Lippebrücke. 

Es muss eine andere Lösung her

Wenn es an der Baustelle Ende des Jahres erst richtig losgeht, muss aber höchstwahrscheinlich eine andere Lösung her. Dass Fahrradfahrer, die von Werne nach Rünthe fahren wollen, dann noch einmal auf den Trampelpfad an der Lippeaue ausweichen müssen, ist dabei nach Auffassung der Stadt keine Option. 

Zumindest nicht mit den aktuellen Gegebenheiten: „Ich lasse keinen Radfahrer mehr über diese Ackerfläche fahren“, lässt Adrian Kersting vom Kommunalbetrieb verlauten. Der Experte für Tiefbau macht unmissverständlich klar: „Wir werden diese Umleitung in dieser Form nicht mehr mittragen.“ 

Es sei eine vorübergehende Lösung gewesen. Anscheinend aber nicht die beste: Kersting habe dem zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW mitgeteilt, dass bis Ende des Jahres dort etwas getan werden muss: „Entweder der Pfad wird entsprechend für Radfahrer hergerichtet, oder wir brauchen eine gute Alternative“, betont er. Weiterhin stehe die Sicherheit der Fahrradfahrer im Vordergrund.

Mehr zu diesem Thema: 

Einsamer Schotterweg: Radfahrer kritisieren Umleitung an Lippebrücke

Keine Vollsperrungen: Vorarbeiten für den Neubau der Lippebrücke laufen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare