Kreis untersucht Fahrbahn auf Schäden

Radweg-Bau im Zeitplan: Mühlenstraße bleibt gesperrt

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Die Radweg-Baustelle entlang der Mühlenstraße macht mitunter einen verwaisten Eindruck, sodass Autofahrer gern auch mal das Durchfahrtsverbot ignorieren. Laut Kreis liegen die Arbeiten aber im Zeitplan.

Stockum – Auch wenn die beauftragte Firma in den vergangenen zwei Wochen Betriebsferien hatte: Der Bau des Radwegs entlang der Mühlenstraße zwischen Stockum und dem Herrenkampweg liegt im Zeitplan. Das berichtet jedenfalls Jürgen Busch, Sachgebietsleiter „Unterhaltung und Neubau von Straßen“ beim Kreis Unna.

Mitte November soll der Weg für Radler fertig sein. Bis dahin bleibe „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ auch die Straße noch für den Durchgangsverkehr gesperrt. Weil sich zuletzt wenig tat auf der Baustelle, wurde in Stockum bereits gemutmaßt, dass es Probleme gebe. Teils hielten sich die Autofahrer auch nicht an das Durchfahrtsverbot. 

Doch auch die zwei Wochen vermeintliche Pause seien für Arbeiten genutzt worden, wie Busch erläutert. Demnach sei eine Spezialfirma im Bereich zweier großer Gasleitungen mit dem Aushub von Erdreich und der Verlegung von Kabeln beschäftigt gewesen. „Dafür gibt es ganz besondere Sicherheitsbestimmungen“, so der Sachgebietsleiter. 

Die Gasleitungen führen von der Erdgasverdichterstation in Ehringhausen über Hamm in Richtung Osten. Der Radweg verläuft westlich der Mühlenstraße zumeist jenseits des Straßengrabens. Er hat eine Länge von mehr als zwei Kilometern und wird 2,50 Meter breit. Im Zuge des Baus werden auch Versorgungsleitungen verlegt. 

Grunderwerb für Weiterführung

Bauarbeiten und Grunderwerb kosten laut Busch zusammen etwas über eine Million Euro. Parallel zum Radweg-Bau wird bereits Grunderwerb für eine Weiterführung bis Horst getätigt. „Hier sieht’s im Moment ganz gut aus“, sagt Busch. Die Landwirte seien bereit, sich von fünf Meter breiten Ackerstreifen zu trennen, Anwohner gäben einen Teil ihrer Vorgärten ab. „Manche tun es sogar sehr gerne, weil sie selbst Rad fahren und das Radfahren unterstützen möchten.“ 

Auch die Schäden an der Mühlenstraße selbst hat der Kreis Unna im Blick. Laut Busch findet aktuell eine Befahrung aller Kreisstraßen statt, um das Ausmaß ebenjener Schäden festzustellen. Die Auswertung erfolge Anfang 2020. Gebe es auf der Mühlenstraße gravierende Mängel, müsse darüber nachgedacht werden, die Verbindung noch in das laufende Bauprogramm 2018-2023 aufzunehmen. 

Zuletzt waren die Schäden auf der Mühlenstraße, darunter Löcher und abgerutschte Bankette, im Zuge der Straßenunterhaltung ausgebessert worden. Endgültig ad acta gelegt ist beim Kreis Unna der Vorschlag aus Werne, die Mühlenstraße als Umgehung östlich um Horst zu verschwenken. „Das ginge nur mit Fördermitteln“, sagt Busch. 

Mit diesen sei indes nur zu rechnen, wenn der Nachweis erbracht werde, dass die Verbindung stark genutzt werde. „Wir sind hier aber klar unter 2000 Kfz pro Tag.“ Abgesehen davon wäre eine Ortsumgehung für Horst für den Kreis nur über ein langjähriges Planfeststellungsverfahren zu realisieren, so Busch. 

Anders sähe es aus, wenn die Stadt Werne aktiv würde. Sie hätte die Möglichkeit, einen Bebauungsplan aufzustellen und dabei die Mühlenstraße zu berücksichtigen. Ein solches Bestreben gebe es seines Wissens aber nicht. Im Bezirksausschuss wurde zuletzt regelmäßig die Forderung nach einer Ortsumgehung für Horst erhoben. Ebenso regelmäßig hatte die Verwaltung darauf verwiesen, dass der Kreis der Forderung nicht nachkommt.

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