Angeklagter soll 13-Jährige zu Nacktaufnahmen verführt haben

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Dortmund/Werne/Hamm - Der Prozess gegen einen mutmaßlichen Sextäter aus Hamm brachte üble Taten an den Tag, die auch in Werne verübt worden sein sollen.

In der Verhandlung am Mittwoch berichtete ein Polizeibeamter vor dem Dortmunder Landgericht Details. Etwa, dass in der Wohnung des 54-jährigen Tatverdächtigen so viele Datenträger und Dateien gefunden worden waren, dass eigens Spezialisten aus München angefordert werden mussten, um das Material auszuwerten. Inmitten des aufgeschlüsselten großteils pornographischen Materials fanden sich etliche Nacktaufnahmen eines zunächst 13-jährigen Mädchens sowie drei Videos, auf denen sich das Kind teilweise nackt und in anzüglichen Posen präsentiert. 

Opferanwalt: Hohe kriminelle Energie 

Aus diesen drei Videos habe der Angeklagte 226 pornographische Filmchen gestaltet, so der damals zuständige Ermittlungsführer der Polizei. „Diese enorm große Zahl und die vielen Formen der Bearbeitung sprechen für eine hohe kriminelle Energie des Angeklagten“ kommentierte Ralf Reckmann, Rechtsbeistand des mutmaßlichen Missbrauchsopfers, den Befund der Polizei. Der massiv einschlägig vorbestrafte Hammer müsse Unmengen an Stunden in die Bearbeitung der pornographischen Aufnahmen investiert haben. Gezielt habe er trotz gerichtlichen Kontaktverbots die Nähe zu der 13-jährigen gesucht, sie in den wechselnden Familienwohnungen in Hamm und Werne immer wieder mit Komplimenten und Geldgeschenken umgarnt und so zum Erstellen von Fotos und Videos mit ihrem Handy verführt. 

Gutachterin prüft Sicherungsverwahrung

Der Angeklagte hat bereits wegen schwerster sexueller Übergriffe auf ein Kind rund zehn Jahre im Gefängnis gesessen. Eine Gutachterin wird dem Gericht darlegen, ob aus medizinischer Sicht der Angeklagte nach einer im Raum stehenden Gefängnisstrafe in der Sicherungsverwahrung für gefährliche Wiederholungstäter untergebracht werden muss.

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