Bundesweiter Daten-Klau

Privates veröffentlicht: Hackerangriff auch auf Lokal-Politiker

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Werne/Coesfeld/Bönen/Bergkamen - Der bundesweite Hackerangriff auf Politiker, Journalisten und Prominente betrifft auch lokale politische Größen.

So ist der ehemalige Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe (CDU) vom bundesweiten Hackerangriff betroffen. „Einer meiner ehemaligen Mitarbeiter hat mich informiert“, erklärte Hüppe. 

Jedoch sei nur wenig über ihn veröffentlicht worden, es handelt sich um eine private Telefonnummer. 

Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe.

Auch sein Kollege Marc Henrichmann, der Bundestagsabgeordnete für den Kreis Coesfeld – Steinfurt II, ist Opfer des Angriffs geworden. „Es sind keine Staatsgeheimnisse um meine Person veröffentlicht worden“, sagt der CDU-Politiker. 

Privatdaten wie Handynummern oder Anschriften veröffentlicht

Es handle sich um eine Anschrift, eine E-Mail-Adresse und eine Telefonnummer, doch Henrichmann war erschrocken über die Anzahl an insgesamt veröffentlichen Daten. 

Landtagsabgeordneter Rüdiger Weiß

Gehackt wurde auch der SPD-Politiker Rüdiger Weiß. Der Landtagsabgeordnete für Bergkamen und Bönen bestätigte, dass seine Handynummer im Netz veröffentlicht wurde. „Das empfinde ich als nicht allzu schlimm. Ich habe keine Probleme damit, die Nummer weiterzugeben“, sagte Weiß. Der Angriff löse bei ihm dennoch ein „Gefühl der Unsicherheit“ aus.

„Es ist ein seltsames Gefühl“, sagte Hüppe. Er zeigte sich besorgt über den Angriff „in einer Zeit, in der die Hasstiraden von links und rechts schärfer werden“. Der Datendiebstahl verdeutliche, wie angreifbar eine digitalisierte Gesellschaft werde. 

Familien und Freunde mit hineingezogen

Bei anderen Betroffenen sei es zu einer Veröffentlichung von Familienfotos und weiteren privaten Daten gekommen, durch die auch Familienmitglieder oder Freunde mit hineingezogen werden. Dieser Umstand sei besonders kritisch, weil man noch nicht wisse, welches Motiv hinter dem Angriff stehe. Man müsse darüber nachdenken, wie sicher unsere Daten seien, so Hüppe. 

Der Abgeordnete Marc Henrichmann.

Henrichmann vermutet, dass es die Hacker mit dem Ziel handelten, den Staat vorzuführen. Noch sei nicht bekannt, woher die Daten kommen.

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